Stand: 23.02.2010 20:00 Uhr  | Archiv

Meist harmlos: Besenreiser

Besenreiser am Bein © NDR
Besenreiser: Hauptursache ist eine erbliche Veranlagung.

Besenreiser sind erweiterte Äderchen in der oberen Hautschicht, deren Aussehen an kleine Reisigbesen - daher der Name - erinnert. Sie treten vor allem an Knöcheln, Knien und Oberschenkeln auf, sind meist harmlos und nur ein kosmetisches Problem. Hauptursache ist eine erbliche Veranlagung. Andere Faktoren wie Hormonschwankungen während der Schwangerschaft, in der Pubertät oder den Wechseljahren können die Entstehung der Besenreiser begünstigen. Auch Übergewicht, Sonne, heiße Bäder, und langes Stehen können ihr Auftreten fördern. Vorbeugen lässt sich diesen unschönen Hautveränderungen vor allem mit Bewegung: Ideal sind Nordic Walking, Joggen, Schwimmen und Radfahren.

VIDEO: Besenreiser: Behandlungsformen (2 Min)

Dauerhaft beseitigen lassen sich störende Besenreiser durch eine Verödungstherapie (Sklerosierung). Sie wird ambulant durchgeführt und dauert in der Regel etwa 15 Minuten. Der Arzt spritzt dabei einen alkoholähnlichen Wirkstoff mit einer dünnen Nadel direkt in die Besenreiser. Die Substanz verursacht eine lokale Entzündungsreaktion in den kleinen Blutgefäßen, wodurch deren Wände verkleben und sich mit der Zeit auflösen. Die Kosten der Behandlung in Höhe von 100 bis 150 Euro pro Sitzung trägt der Patient selbst. Nach dem Eingriff müssen die Patienten einen Kompressionsverband tragen, um Blutergüssen und Thrombosen vorzubeugen. In den ersten Wochen nach der Sklerosierung sollte man unbedingt die Sonne meiden, um Pigmentstörungen zu verhindern. Eine weitere Möglichkeit, Besenreiser dauerhaft zu entfernen, ist die Lasertherapie. Auch dabei werden die kleinen Äderchen verklebt, der Heilungsprozess dauert etwa drei Wochen.


 

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Visite | 07.10.2014 | 20:15 Uhr

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