Stand: 30.01.2018 11:11 Uhr  | Archiv

Insekten als Lebensmittel - gesund und lecker?

Bild vergrößern
Eklig oder lecker und gesund? In vielen Teilen der Welt gelten Insekten als Spezialität.

In vielen Ländern der Welt, vor allem in Ländern in Asien, Afrika und Lateinamerika, gelten Insekten als ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Ernährung und sogar als hochpreisige Spezialität. Bei den meisten Mitteleuropäern ruft der Gedanke, Insekten zu essen, noch Ekel hervor. Eine neue europäische "Novel Food"-Verordnung macht es möglich, dass die Krabbeltiere nun auch bei uns auf dem Teller landen können. In einigen Restaurants werden sie schon angeboten, zum Beispiel als Insekten-Burger, Heuschrecken am Spieß, Madenschokolade oder Mehlwurm-Energieriegel.

Insekten sind gute Nährstofflieferanten

Insekten enthalten hochwertiges Eiweiß, einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe wie beispielsweise Kupfer, Eisen, Magnesium, Mangan, Selen und Zink. Sie sind also gute Nährstofflieferanten, nahrhaft und gesund. Auch den Vergleich mit Fleisch müssen Insekten nicht scheuen. So enthalten getrocknete Wanderheuschrecken genauso viel Eiweiß wie Hühnerfleisch. Und die hochwertige Aminosäuren-Zusammensetzung des Insekten-Eiweißes ist zum Beispiel für Sportler, als Ergänzung der Ernährung oder als Alternative zu Fleisch besonders interessant.

Vorsicht bei Allergien

Allergiker sollten beim Verzehr von Insekten aufpassen. Wer auf Garnelen allergisch reagiert, der reagiert auch auf Mehlwürmer.

Die richtige Zubereitung ist wichtig

Roh sollte man Insekten nicht verzehren, warnen Experten, denn dann können gefährliche Parasiten und Bakterien übertagen werden. Die Insekten müssen richtig durchgebraten werden.

Hygienische Produktionsbedingungen?

Insekten gelten als die Nahrungsquelle der Zukunft, doch es gibt auch Kritik an der Zulassung der neuen Lebensmitteln. Die Verbraucherzentrale beklagt, dass die hygienischen Bedingungen bei der Produktion noch nicht geregelt sind. Auch der Darm der Insekten wird vor dem Essen nicht entfernt. Es ist unklar, was die Mikroben darin beim Menschen bewirken, ob der Kot Krankheitserreger enthält und ob die Tiere mit chemischen Schadstoffen belastet sind. Bisher werden die Insekten, die bei uns auf dem Teller landen, aus Holland und Belgien bezogen. Diese Insektenzuchten garantieren, dass die Tiere unter kontrollierten hygienischen Bedingungen gezüchtet werden, gutes Futter bekommen und entsprechend hygienisch verarbeitet werden.

Weitere Informationen

Wie wär's mit Würmern im Burger?

Pfeffer, Salz und rund 1.000 Würmer - zwei Osnabrücker schwören auf diese Mischung. Ihren Würmer-Bratling liefern sie bereits an Restaurants in den Niederlanden und Belgien. mehr

Dieses Thema im Programm:

Visite | 30.01.2018 | 20:15 Uhr

Mehr Ratgeber

03:29
Nordtour
03:43
Nordtour