Stand: 19.03.2019 12:46 Uhr

Gartenarbeit: Gefahr durch Hanta-Virus

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Die Rötelmaus überträgt das Hanta-Virus.

Eine Infektion mit dem Hanta-Virus gehört zu den häufigsten meldepflichtigen Viruskrankheiten in Deutschland. Meist wird das Virus bei der Gartenarbeit übertragen, wenn Speichel, Urin oder getrockneter Kot von infizierten Mäusen aufgewirbelt und eingeatmet wird - zum Beispiel, wenn man die Terrasse fegt, Kaminholz stapelt oder den Gartenschuppen reinigt.

In Norddeutschland rechnen Experten wegen der größeren Mäusepopulation nach dem milden Winter mit einer starken Zunahme: In Niedersachsen hat sich die Rötelmaus als Überträger des Hanta-Virus stark vermehrt. Andere Mäuse wie die nur in Norddeutschland verbreitete Brandmaus können ebenfalls Hanta-Viren übertragen.

Die Maus ist der Krankheitsüberträger des Hanta-Virus.

Gartenarbeit: Gefahr durch Hanta-Virus

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Das Hanta-Virus wird oft bei der Gartenarbeit durch Mäusekot übertragen. Eine Infektion kann zu dauerhaften Nierenschäden führen. So schützen Sie sich vor dem Erreger.

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Hanta-Virus: Symptome und Therapie

Bei einer Infektion mit dem Hanta-Virus kommt es meist zu ungewöhnlich hohem Fieber, Muskel- und Knochenschmerzen. Die Symptome erinnern an eine Virus-Grippe. Wird ein Hanta-Virus-Infekt nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kann es zu einer dauerhaften Nierenschädigung kommen.

Behandeln kann der Arzt nur die Symptome. Durch Flüssigkeitszufuhr werden die Nieren unterstützt, im schlimmsten Fall ist eine Blutwäsche (Dialyse) erforderlich. Eine speziell gegen Hanta-Viren gerichtete Therapie gibt es nicht. Auch ein Impfstoff ist nicht verfügbar.

So schützen Sie sich vor Hanta-Viren

Anstecken kann man sich das ganze Jahr über. Die beste Vorsichtsmaßnahme ist, möglicherweise betroffene Räume wie Keller und Schuppen vor dem Betreten 30 Minuten zu lüften und das Aufwirbeln von Staub durch Befeuchten zu vermeiden. Beim Fegen des Gartenschuppens sollte man immer einen gut abdichtenden Mundschutz und Arbeitshandschuhe tragen.

Experten zum Thema

Priv.-Doz. Dr. Markus Meier, Nephrologe Reinbek
Nierenzentrum Reinbek
Am Ladenzentrum 8
21465 Reinbek
(040) 727 78 60
dialyse-reinbek.de

Univ.-Prof. Dr. Dr. Jonas Schmidt-Chanasit
Leiter Fachgruppe Virusdiagnostik
Nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
Bernhard-Nocht-Straße 74, 20359 Hamburg
www.bni-hamburg.de

Prof. Dr. Stefan Kluge
Direktor der Klinik für Intensivmedizin
Zentrum für Anästhesiologie und Intensivmedizin
Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Martinistraße 52, 20246 Hamburg
www.uke.de

Dr. Lars Schirrow, Facharzt für Innere Medizin
Oberarzt Medizinische Klinik
Departmentleiter Zentrale Notaufnahme
Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift
www.krankenhaus-reinbek.de

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