Sendedatum: 10.09.2013 20:15 Uhr  | Archiv

"Übersäuerung begünstigt Krämpfe"

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Prof. Walter Paulus hat Zuschauerfragen im Chat beanwtortet.

Unter Muskelkrämpfen leiden vor allem ältere Menschen. Meist verkrampfen sich die Muskeln in der Nacht, Beine oder Arme schmerzen, an Schlaf ist nicht zu denken. Forscher in Göttingen haben jetzt neue Untersuchungsverfahren entwickelt, um die Ursache von Muskelkrämpfen zu erkennen und neue Möglichkeiten der Therapie anzubieten.

Prof. Walter Paulus, Neurologe an der Universitätsmedizin Göttingen, hat Ihre Fragen im Chat beantwortet. Das Protokoll zum Nachlesen:

Ritti: Ich bin 69 Jahre alt und leide seit etwa einem Jahr an verschiedenen Krämpfen (Wadenkrämpfe und Krämpfe einzelner Zehen oder Finger, die während des Krampfes schräg und steif "nach oben stehen"). Daher nehme ich regelmäßig Magnesium ein. Welche Ursachen könnten die Krämpfe möglicherweise haben?

Prof. Walter Paulus: Überprüfen Sie Ihre Medikamente auf Krämpfe als Nebenwirkungen. Klären Sie, ob sonst neurologische Ausfälle bestehen, wie zum Beispiel Gefühlsstörungen. Klären Sie außerdem, ob eventuell Verwandte auch von solchen Problemen betroffen sind. Auch Blutuntersuchungen können Hinweise auf die Ursache geben. Suchen Sie einen Neurologen auf.

 

Birgit: Ich habe seit vielen Jahren jede Nacht starke Krämpfe in den Füßen, Waden und oft auch im Oberschenkel, die bereits am Abend beginnen, wenn ich mich "zur Ruhe setze". Hohe Dosen Magnesium helfen nicht. Zudem vertrage ich Magnesium sehr schlecht, da ich Morbus-Crohn-Patient bin. Meine Lebensqualität ist durch die Krämpfe sehr stark beeinträchtigt. Was tun?

Paulus: Ähnlich wie bei der Patientin im Film empfehle ich Ihnen, einen Neurologen aufzusuchen, spezifische Ursachen auszuschließen und gegebenenfalls einen Versuch mit Antiepileptika durchzuführen.

 

Rosi. Nach dem Joggen habe ich Beinkrämpfe. Was kann man dagegen tun? Ich bin 68 Jahre alt.

Paulus: Ich würde es mit Flüssigkeitszufuhr plus Magnesium vor dem Joggen versuchen. Wenn Ihre Beschwerden dann nicht besser werden, suchen Sie einen Arzt auf.

Dieses Thema im Programm:

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