Stand: 17.07.2017 09:09 Uhr

Mit Rittersporn Akzente im Beet setzen

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Giftige Schönheit im Staudenbeet: Rittersporn.

Er sollte in keinem Staudenbeet fehlen und ist ein Klassiker im Bauerngarten: Rittersporn (Delphinium). Es gibt mehr als 300 Arten sowie zahlreiche durch Züchtung entstandene Sorten, manche werden bis zu zwei Meter hoch. Klassischerweise ist Rittersporn blau und sieht gerade neben Rosen gepflanzt besonders schön aus. Es gibt aber auch violette, weiße, gelbe und rosafarbene Sorten. Die Blütezeit beginnt - wie bei Rosen - im Juni.

Wer etwas für Bienen, Hummeln und andere Insekten tun möchte, sollte auf keinen Fall Pflanzen mit gefüllten Blüten kaufen. Sie bieten den Tieren keine Nahrung. Insbesondere die "Pacific-Hybriden" werden oftmals mit halb oder ganz gefüllten Blüten angeboten.

Der richtige Standort

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Rittersporn ist aufgrund seiner Höhe und Farbe ein Blickfänger im Beet.

Durch seinen aufrechten, hohen Wuchs ist Rittersporn ein absoluter Blickfänger im Beet, er zählt zu den sogenannten Leitstauden. Diese werden am besten in Zweier- oder Dreiergruppen in den hinteren Teil des Beetes gepflanzt. Rittersporn benötigt einen feuchten, tiefgründigen, nährstoffreichen und eher lehmigen Gartenboden an einem sonnigen Standort. Hohe Sorten sollte man sicherheitshalber festbinden, weil sie bei kräftigem Wind leicht abknicken können.

Rittersporn pflanzen und pflegen

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Wer Verblühtes entfernt, wird mit einer Nachblüte im selben Jahr belohnt.

Rittersporn sollte nicht zu tief gepflanzt werden. Wichtig ist zudem, auf genügend Abstand zu anderen Pflanzen zu achten, damit zum Abtrocknen nach Regen oder dem Gießen ausreichend Luftbewegung entstehen kann. Wenn verblühte Pflanzenteile etwa zehn Zentimeter über dem Boden abgeschnitten werden, blüht die Pflanzen im selben Jahr ein zweites Mal. Lässt die Blühkraft nach einigen Jahren nach, sollte die Pflanze durch Teilen verjüngt und möglichst an anderer Stelle im Garten wieder eingepflanzt werden. Rittersporn ist recht anfällig für Echten Mehltau und leider besonders beliebt bei Schnecken: Ihnen schmeckt der junge Austrieb der Pflanze ganz besonders.

Alle Teile der Pflanze sind giftig, sie wurde 2015 vom Botanischen Sondergarten Wandsbek zur Giftpflanze des Jahres gekürt.

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