Stand: 27.05.2019 16:19 Uhr

Kranke Rosenblätter durch Wespen: Was tun?

von Ralf Walter
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Die eingedrehten Blätter der Rose ähneln Zigarren.

Viele Rosen haben Mitte Mai bereits durchgetrieben und Laubblätter gebildet. Mit den Blüten dauert es jedoch noch etwas. Wenn an den geliebten Rosen zahlreiche Blätter eingedreht sind, haben sie wahrscheinlich einen Befall durch die Rosenblattrollwespe. Die eingedrehten Blätter sehen fast wie Zigarren aus. Die Wespe selbst sieht man kaum, sie ist schwarz und nur knapp vier Millimeter groß.

Das Pflanzenkrankenhaus: Seit 2018 versorgt René Wadas seine grüne Patienten hier. © NDR/MfG-Film

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Larven der Rosenblattrollwespe fressen oberste Schicht der Blätter

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Die kleinen Larven kann man erkennen, wenn man das Blatt entrollt.

Von Ende April bis Juni fliegen die Rosenblattrollwespen, legen zwei oder drei Eier an der Unterseite der Rosenblätter ab und stechen dabei das Blatt an. Die Larven, die dann schlüpfen, fressen die erste Hautschicht der Blätter, dadurch rollt sich das Blatt dann so typisch ein. Die Rosen gehen davon zwar nicht ein, das Problem des Befalls löst sich aber nicht von allein.

Was tun gegen die Blattrollwespe?

Die eingerollten Blätter sollten abgeschnitten und über den Hausmüll entsorgt werden. Einige Larven in den eingedrehten Blättern fressen noch bis Juli, sie werden durch das Abschneiden gleich mit entfernt. Bleiben die Blätter an der Rose, fallen die Larven der Blattrollwespe irgendwann auf den Boden unter die Rose. Dort verkriechen sie sich, verpuppen sich und schlüpfen im nächsten Jahr als neue Blattrollwespen. Also, lieber jetzt die Rosen kontrollieren und wenn eingerollte Blätter zu sehen sind, die Rosenschere herausholen und sauber schneiden.

Zur Vorbeugung und Stärkung kann die Rose mit einem Sud aus Rainfarn besprüht werden. Dieser dient als biologischer Pflanzenschutz.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 25.05.2019 | 06:50 Uhr

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