Stand: 07.01.2020 14:53 Uhr  - Mein Nachmittag

Sprossen und gesunde Microgreens ziehen: So geht's

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Sprossen stecken voller gesunder Inhaltsstoffe.

Keimsprossen sind beliebt und eignen sich hervorragend, um etwa Quarkbrote, Suppen oder Salate zu verfeinern. Bei Sprossen, die auch als Sämlinge oder Keimlinge bezeichnet werden, handelt es sich um den jungen Saatgut-Austrieb von Gemüse- oder Getreidepflanzen. Die Keimlinge sind sehr gesund, reich an wertvollem Eiweiß, Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen.

Microgreens und Sprossen: Vitamine von der Fensterbank

Mein Nachmittag -

Um die Keimblätter von Fenchel, Radieschen und Co. zu züchten, braucht man nur Samen, eine Schale, etwas Erde und Licht. Gärtner Matthias Schuh zeigt wie es geht.

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Unbehandeltes Saatgut kaufen

Statt Sprossen zu kaufen, kann man sie recht einfach und vor allem günstig selbst ziehen. Zur Anzucht eignet sich neben dem Klassiker Kresse beispielsweise die Saat von Radieschen, Brokkoli, Linsen, Zwiebeln und Alfalfa. Auch die Sprossen von Hülsenfrüchten wie Mungobohnen, Kichererbsen oder Linsen können verzehrt werden. Ungeeignet sind Nachtschattengewächse wie Tomaten, Kartoffeln und Auberginen. Wichtig ist, unbehandeltes Saatgut zu verwenden. Im Handel gibt es spezielle Sprossen-Saat, gut geeignet ist auch Bio-Saatgut.

Sprossen und Microgreens: Was ist der Unterschied?

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Microgreens keimen in Erde und wachsen länger als Sprossen.

Klassischerweise werden Sprossen ohne Substrat gezogen. Sie wachsen statt in Erde etwa auf feuchtem Küchenpapier oder keimen in mit Wasser befeuchteten Behältern. Schon nach wenigen Tagen können sie verzehrt werden. Seit einiger Zeit gibt es einen neuen Trend: Sogenannte Microgreens, auch als Grünkräuter bekannt, gelten aufgrund ihres Nährstoffgehalts als "Superfood".

Diese Keimlinge werden klassischerweise in Anzuchterde ausgesät. Die Ernte beginnt meist frühestens nach einer Woche und kann über mehrere Wochen erfolgen. Microgreens bilden Chlorophyll, also Blattgrün, und sind somit Minipflanzen mit meist zwei bis drei Blättern.

Sprossen auf Papier ziehen

Am einfachsten ist es, Sprossen wie Kresse auf Papier zu ziehen. Dafür zum Beispiel in eine Auflaufform Küchenpapier legen, dieses mit Wasser befeuchten und die Saat darauf verteilen. Schon nach wenigen Tagen sind die jungen Pflänzchen gewachsen und können verzehrt werden.  

Sprossengläser: Auf Hygiene achten

Eine andere Möglichkeit ist es, Sprossengläser zu verwenden, das sind spezielle Gläser mit einem Sieb als Deckel. Wer mag, kann sich so ein Sprossenglas auch selbst basteln: Dafür einfach in den Plastik-Schraubdeckel eines Gefäßes Löcher bohren. In das Glas die Saat und etwas Wasser geben und das Ganze etwa acht Stunden einweichen. Dann das Wasser durch das Sieb abgießen.

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Sprossengläser sind spezielle Gefäße mit einem Siebdeckel.

Die Gläser samt Sprossen zwei Mal am Tag ordentlich mit frischem Wasser durchspülen, am besten morgens und abends. Nach dem Spülen das Glas so stellen, dass das restliche Wasser abtropfen kann. So saugen sich die Sprossen mit Feuchtigkeit voll, es können sich aber keine größeren Mengen Bakterien bilden. Sauberkeit ist das höchste Gebot! Bevor die Behälter für eine neue Aufzucht wiederverwendet werden, diese ebenfalls gründlich reinigen, damit sich keine Keime bilden.

Anzucht in Sprossenboxen

Eine weitere Möglichkeit zur Anzucht sind sogenannte Sprossenboxen, die im Handel erhältlich sind. Es werden meist vier Boxen übereinander gestapelt. Das Wasser wird in die oberste Schale gegeben und sickert dann bis nach unten durch. In der untersten Schale wird überschüssiges Wasser aufgefangen.

Microgreens in Anzuchterde aussäen

Wer Microgreens ziehen möchte, verteilt die Samen von beispielsweise Salat, Radieschen, Koriander oder Kapuzinerkresse in einer mit Anzuchterde gefüllten Schale oder einem Blumentopf. Das dicht gesäte Saatgut vorsichtig andrücken und mit Wasser aus einer Sprühflasche befeuchten. Handelt es sich bei der Saat um sogenannte Dunkelkeimer, muss sie mit einer dünnen Schicht Erde bedeckt werden. Dies ist bei den Lichtkeimern nicht nötig. Hinweise dazu stehen auf jeder Tüte Saatgut.

Das Pflanzgefäß an einen hellen und warmen Standort stellen, der aber nicht direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Frischhaltefolie über dem Gefäß sorgt für ein gleichmäßiges Klima. Das Substrat darf nicht austrocknen. Damit sich kein Schimmel bildet, sollte die Folie täglich für kurze Zeit zum Lüften entfernt werden. Abhängig von der Keimzeit der verschiedenen Gemüsesorten kann die Ernte nach gut einer Woche oder etwas später beginnen.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 07.01.2020 | 16:20 Uhr

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