Stand: 04.12.2019 16:59 Uhr

Drei Methoden, einen Baumstumpf zu entfernen

Baumstumpf © NDR Foto: Udo Tanske
Ein Baumstumpf sollte auf keinen Fall angezündet werden - es gibt bessere Methoden.

Manchmal muss man sich von einem Baum im Garten trennen. Das Absägen geht schnell, aber der Stumpf bleibt stehen und wird zur Stolperfalle. Wenn der Stumpf einfach sich selbst überlassen wird, kann es acht bis zehn Jahre dauern, bis er verrottet ist. Den oft gehörten Tipp, den Stamm mit Benzin, Petroleum oder Brennpaste zu füllen und das Ganze einfach anzuzünden, sollte man unbedingt ignorieren. Das ist gefährlich und wird nicht funktionieren: Beim Verbrennen bildet sich eine Holzkohleschicht, die den Verrottungsprozess sogar noch verzögert, sodass man noch länger etwas von der Stolperfalle hat.

1. Ausgraben: Effektiv, aber anstrengend

Die Wurzeln eines Baumstumpfes wurden abgetrennt. © NDR Foto: Udo Tanske
Den Baumstumpf sauber ausgraben und die Wurzeln mit einer Kettensäge entfernen: Diese Methode ist die schnellste, aber auch arbeitsintensiv.

Am effektivsten ist es, den Baumstumpf auszugraben. Das ist aber leichter gesagt als getan: Bei flach wurzelnden Bäumen kann man die Wurzel verhältnismäßig schnell freilegen, bei Tiefwurzlern wie der Tanne kann es aber mehrere Stunden dauern, bis alle Wurzeln ausgegraben sind. Ein wenig schneller geht es, wenn man nur die oberste Erdschicht abträgt und dann die Wurzeln mit einer Kettensäge durchtrennt. Die Erdreste sollten vorab wirklich sauber entfernt werden, sonst ist die Kettensäge schnell stumpf. Wer es wirklich ganz schnell erledigt haben will, muss ein bisschen Geld in die Hand nehmen und eine Firma mit einer Stubbenfräse engagieren.

2. Stumpf an Ort und Stelle kompostieren

Baumstumpf © NDR Foto: Udo Tanske
Den Stumpf kreuzweise einsägen und mit Kompost und Dünger befüllen: Mit dieser Methode verrottet der Baumstamm schneller.

Wer etwas mehr Zeit hat und nicht zu viel Arbeit investieren möchte, kompostiert den Baumstumpf an Ort und Stelle. Dazu wird er mit der Kettensäge so tief wie möglich kreuzweise eingesägt, wie bei einem Schachbrettmuster. Alternativ funktionieren auch Löcher, die mit der Bohrmaschine und einem großen Holzbohrer eingearbeitet werden. Diese Schlitze oder Löcher werden nun mit einer Mischung aus halb verrottetem Kompost, einer halben Tüte organischem Dünger und - wenn vorhanden - etwas Schnellkomposter gefüllt. Der Kompost enthält Pilzsporen, Mikroorganismen und Kleinstlebewesen, die auch frisches Holz schnell zersetzen können. Weil das Holz nur wenig Nährstoffe enthält, wird der organische Dünger zugegeben, der den Mikroorganismen genügend Nahrung liefert, um schnell weiterzuarbeiten.

3. Kletterpflanzen am hohen Baumstamm wachsen lassen

Bei der dritten Methode wird der Stumpf zwar nicht entfernt, aber zur nützlichen Rankhilfe für Kletterpflanzen umfunktioniert, sofern er eine ausreichende Höhe hat. Das wäre die einfachste Lösung, bringt aber nur etwas, wenn der Baumstamm nicht im Weg steht.

 

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 14.06.2018 | 19:30 Uhr

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