Stand: 11.06.2020 19:47 Uhr  - Nordmagazin

Saatbeet für Herbst-Gemüse im Sommer anlegen

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Garten-Profi Peter Rasch zieht im Frühsommer Gemüse in einem Saatbeet vor.

Der Sommeranfang ist der ideale Zeitpunkt für die Aussaat von Herbst- und Wintergemüse. Wer in seinem Beet noch nicht ausreichend Platz für neue Pflanzen hat, kann sie in einem Saatbeet vorziehen und die Jungpflanzen später umsetzen. Eine Schale auf der Fensterbank oder das Gewächshaus eignen sich im Sommer nicht zum Vorziehen. Im Haus ist es zu dunkel, im Gewächshaus zu warm für die Keimlinge. Das optimale Licht-Wasser-Verhältnis finden die Pflanzen jetzt im Beet.

So baut man ein Saatbeet fürs Herbstgemüse

Nordmagazin -

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Gemüse für den Herbst auszusäen. Wer keine freien Flächen hat, kann auch ein Saatbeet nutzen. Gärtner Peter Rasch zeigt, wie's gemacht wird.

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Welches Gemüse kann ins Saatbeet?

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Beim Aussäen das Beschriften nicht vergessen. Die Jungpflanzen sehen sich am Anfang sehr ähnlich.

Ein Saatbeet bietet mehrere Vorteile gegenüber der Direktsaat. Auf kleiner Fläche ist es viel einfacher, der Saat beste Bedingungen zu bieten. Bei der Auswahl des Gemüses unbedingt darauf achten, ob es ein späteres Umpflanzen verträgt: Möhren, Bohnen und Radieschen eignen sich beispielsweise nicht. Sie sollten direkt dort gesät werden, wo sie später wachsen sollen. Dagegen sind Rote Rübe, Rote Bete, Kürbis, Brokkoli, Zucchini, Grünkohl, Spinat, Kohlrabi und jegliche Art von Salat wie Feldsalat und Futterkohl bestens fürs Vorziehen im Anzuchtbeet geeignet.

Ein Anzucht-Beet anlegen

Das Saatgut braucht einen lockeren, feinkrümeligen Gartenboden, er sollte also tief umgegraben und gut durchgeharkt werden. Dann haben die Keimlinge keine Probleme, die feinen Wurzeln nach unten zu schieben. In einem kleinen Anzucht-Beet kann man auch einfacher auf die richtige Bodenfeuchtigkeit achten, denn das Saatgut sollte nicht austrocknen. Damit möglichst viel Gemüse ins Beet passt, können die Reihenabstände deutlich enger gewählt werden als gewöhnlich. Für die Anzucht reichen zehn Zentimeter Abstand zwischen den einzelnen Reihen voll und ganz.

Aussaat durch Vlies-Abdeckung schützen

Wer sein Anzucht-Beet mit einem Vlies abdeckt, schützt die Saat vor hungrigen Vögeln, sorgt dafür, dass sich die Feuchtigkeit besser im Boden hält und das Saatgut bei Platzregen nicht so schnell ausgespült wird.

Der richtige Zeitpunkt zum Umpflanzen

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Wenn die Pflanze zwei Keimblätter und zwei Laubblätter entwickelt hat, kann sie umgepflanzt werden.

Es ist empfehlenswert, direkt beim Aussäen die Sorten zu beschriften, denn anfangs sehen sich die Pflanzen recht ähnlich. Sie können umgesetzt werden, sobald sie das sogenannte Vier-Blatt-Stadium erreicht haben. Das heißt, dass sie außer der zwei Keimblätter auch schon zwei Laubblätter ausgebildet haben sollten.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 11.06.2020 | 19:30 Uhr

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