Feldsalat anbauen und im Herbst und Winter ernten

Stand: 10.09.2021 13:36 Uhr

Er ist gesund, unkompliziert im Anbau und kann in Herbst und Winter geerntet werden: Feldsalat. Meist wird er im Beet ausgesät, man kann ihn aber ebenso gut in einem Balkonkasten kultivieren.

Feldsalat, auch als Rapunzel bekannt, benötigt einen sonnigen Standort und stellt keine besonderen Bedingungen an die Gartenerde. Ein Düngung ist in der Regel nicht nötig, Feldsalat kommt mit wenig Nährstoffen aus. Wichtig ist jedoch, dass die Erde unkrautfrei ist.

Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat von Feldsalat

Beim Kauf von Saatgut sollte man die zur Jahreszeit passende Sorte wählen. Es gibt zwei typische Zeitpunkte zur Aussaat von Feldsalat: Wer etwa zwischen Mitte Juli und Mitte August sät, kann im September und Oktober ernten. Wird in der ersten Septemberhälfte gesät, beginnt die Erntezeit im November. Für die späte Aussaat sind frostunempfindliche Sorten wie "Vit" empfehlenswert, diese können problemlos bis März des Folgejahres geerntet werden.

Mit ausreichend Abstand säen

Das Saatgut kommt etwa einen halben bis einen Zentimeter tief in die Erde, der Abstand sollte mindestens zehn Zentimeter betragen. Genaue Angaben stehen auf der Tüte des Saatguts. Wird Feldsalat zu dicht ausgesät, bleiben die Pflanzen oft recht klein und die Blätter im unteren Bereich werden gelblich. Nach dem Säen die Erde andrücken und gießen.

Feldsalat ernten: So klappt's

Bei der Ernte kommt es darauf an, dass die Rosetten nicht auseinanderfallen. Gut geeignet sind ein scharfes Messer oder eine Schere. Am besten die Blätter mit den Fingerspitzen festhalten und mit der anderen Hand den Trieb kurz über den Wurzelansatz kappen.

Einfache Methode: Feldsalat in Erdpressballen vorziehen

Eine besonders praktische Methode ist, Feldsalat in Erdpressballen im Mini-Gewächshaus vorzuziehen. Auf diese Weise verkürzt sich die Keimzeit deutlich. Die Erdpressballen werden später jedoch nicht richtig eingepflanzt, sondern nur ins Beet gestellt. Wenn sie gut gegossen werden, wachsen die Wurzeln aus dem Erdball in den Boden darunter. Das hat den Vorteil, dass die Pflanze nicht so stark versandet.

Feldsalat eignet sich auch hervorragend für den Anbau im Hochbeet. Wird es richtig kalt, kann man bei kleineren Exemplaren einfach wie in einem Frühbeet einen lichtdurchlässigen "Deckel" darauf legen und die Ernte einfahren. Alles, was nicht geerntet wird, kann im Frühling als Gründünger untergraben werden.

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Dieses Thema im Programm:

Rasch durch den Garten | 11.09.2021 | 06:50 Uhr

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