Von Gartenhibiskus bis Mehltau: Gartentipps von Peter Rasch

Stand: 15.10.2020 18:37 Uhr

Welche Pflege braucht der Gartenhibiskus im Herbst und was hilft gegen Mehltau? Nordmagazin Gartenprofi Peter Rasch gibt Antworten auf Zuschauerfragen.

Frau Zöllik aus Anklam hat bei ihrem Gartenhibiskus alle Fruchtstände ausgebrochen und fragt sich nun, ob das richtig war. Nordmagazin-Gärtner Peter Rasch gibt Entwarnung: Solange sie die Fruchtstände noch im September entfernt hat, ist alles in Ordnung. Ab Oktober braucht der Hibiskus aber seine Ruhe. Auch den Rückschnitt sollte sie erst im Frühjahr vornehmen. Der Schnitt regt die Pflanze zum Austreiben an. Das würde so kurz vor der Winterruhe zu viel Kraft kosten.

Kugeltrompetenbaum halbseitig welk: Rückschnitt hilft

Martin Wegner aus Neustadt-Glewe hat eine E-Mail geschickt und ein trauriges Bild angehängt: Sein Kugeltrompetenbaum ist einseitig abgestorben. Er möchte wissen, wo das Problem liegt. Peter Rasch rät zum radikalen Rückschnitt. Bei dem Problem der Pflanze handelt es sich Rasch zufolge um die sogenannte Welkekrankheit. Bei dieser Pilzerkrankung - der Pilz nennt sich Verticillium - verstopfen die Leiterbahnen in den Zweigen. Die befallenen Teile der Pflanze können nicht mehr richtig mit Wasser und Nährstoffen versorgt werden und sind nicht mehr zu retten. Den Baum sollte Martin Wegner bis ins gesunde Holz zurückschneiden und die Schnittwunden einfach an der Luft abtrocknen lassen. Zeitlich passt das gerade gut, denn im Herbst kann der Kugeltrompetenbaum durchaus einen radikalen Rückschnitt vertragen.

Welche Kohle für Terra Preta?

Luise Wolf möchte sich Terra Preta herstellen. Sie fragt, ob sie für die Herstellung der nährstoffreichen "schwarzen Erde" auch die Asche aus ihrem Kamin nehmen kann oder ob sie richtige Pflanzenkohle braucht. Peter Rasch erklärt den Unterschied: Asche aus dem Ofen gehört nicht in den Garten und eignet sich auch nicht für "Terra Preta". Beim Verbrennen von Holz im Kamin, verschwindet der Kohlenstoff quasi durch den Schornstein, fehlt also in der Kohle. Das Herstellen von Pflanzenkohle passiert unter Ausschluss von Sauerstoff. Dadurch ist die Pflanzenkohle voller Kohlenstoff und kann so Nährstoffe und Wasser binden. Raschs Tipp: Kaminasche lieber in der Tonne entsorgen - auch weil man nie weiß, welche Schadstoffe im Holz gespeichert sind.

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Milch gegen Mehltau bei Rosen

Klaus Hoffmann schreibt, dass seine Rosen ein Mehltau-Problem haben. Er habe schon versucht, mit Milch zu spritzen. Der Erfolg habe sich aber nicht eingestellt. Das kann laut Peter Rasch daran liegen, dass keine Rohmilch verwendet wurde. Milch wirkt deshalb gegen Mehltau, weil Milchsäurebakterien den Mehltau bekämpfen. Erhitzte, haltbar gemachte Milch enthält aber keine Milchsäurebakterien mehr. Außerdem müsste die Anwendung mehrmals wiederholt werden, bis der Mehltau verschwindet.

Das Wichtigste zum Schutz vor Mehltau ist laut Rasch der richtige Standort der Rosen. In der Sonne haben Mehltau-Sporen auf Rosenblättern keine Chance. Am besten zusätzlich mit frischer Milch, im Verhältnis 1:8 mit Wasser verdünnt, spritzen - und Mehltau sollte kein Problem mehr darstellen.

Weitere Hausmittel gegen Mehltau

Auch andere Hausmittel eigenen sich zum Bekämpfen von Mehltau:

  • Knoblauch und Neemöl. Zerkleinerte Knoblauchzehen zwei bis drei Tage in Wasser ziehen lassen, durch ein Sieb abgießen und mit 30 Milliliter Neemöl vermischen.
  • Backpulver: Einen Esslöffel in drei Liter Wasser geben, einen Schuss Flüssigseife dazu, damit sich das Ganze auf dem Blatt gut verteilt.
  • Essig: Etwa einen Esslöffel Apfelessig in einen Liter Wasser geben.
  • Kompost-Tee: Eine Schaufel reifen Kompost in zehn Liter Wasser geben, gut verrühren und den Sud 14 Tage ziehen lassen. Dabei jeden Tag kräftig umrühren. Das Ganze durch ein Tuch abgießen und den Tee 1:10 mit Wasser verdünnt auf die Pflanzen sprühen.
Befallene Pflanzen solange behandeln, bis der Mehltau zurückgeht.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 15.10.2020 | 19:30 Uhr

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