Stand: 17.09.2020 14:46 Uhr

Tipps für die Gartenpflege im Herbst

Eine Person steht mit Gummistiefeln und einem Rasenbesen in einem Laubhaufen. © Kathrin39/ fotolia.com Foto: Kathrin39
Im Herbst sollte der Rasen regelmäßig vom Laub befreit werden, um gesund weiterwachsen zu können.

Wenn der Herbst naht, ist im Garten wieder reichlich tun. Einmal in der Woche sollte der Rasen vom Laub befreit werden, denn das Gras braucht Luft, um gesund weiterwachsen zu können. Das vermeidet auch Pilzerkrankungen, die gleichmäßigem Wachstum im Wege stehen. Zusätzlich kann man den Rasen düngen. Wichtig ist, einen kalireichen Dünger zu verwenden, der wenig Stickstoffanteile enthält. Das Kalium erhöht die Standfestigkeit und die Frostresistenz - so ist der Rasen optimal für den Winter vorbereitet. Alternativ eignet sich auch Langzeitdünger.

Sträucher zurückschneiden

Buchsbaum, Formgehölze und Hecken jeglicher Art vertragen im Herbst noch einen kräftigen Rückschnitt. Wer bei großen Sträuchern ein oder zwei der alten holzigen Triebe entfernt, fördert damit die Bildung von neuen Trieben.

Achtung: Um brütende Vögel zu schützen, dürfen Gehölze und Hecken vom 1. März bis 30. September laut Bundesnaturschutzgesetz nicht stark beschnitten werden. Ein schonender Form- und Pflegeschnitt ist aber zulässig.

Knoblauch und Zwiebeln pflanzen

Jemand setzt Knoblauchzehen ins Beet © imago/Westend61
Knoblauchzehen aus dem Supermarkt eignen sich nicht - besser ist Pflanzknoblauch.

Ab September ist zudem die ideale Zeit, um Knoblauch oder Wintersteckzwiebeln einzusetzen. Knoblauch aus dem Supermarkt empfiehlt sich dafür allerdings nicht: Die Knollen stammen in der Regel aus China, Griechenland oder Ägypten und würden den kalten norddeutschen Winter im Boden nicht überstehen. Besser ist richtiger Pflanzknoblauch, zum Beispiel die Sorte "Rosa" oder "Weißes Porzellan". Diese Sorten gedeihen auch im kühleren Norden.

So geht es: Die einzelnen Zehen in der Reihe mit einem Abstand von zehn Zentimetern etwa fünf Zentimeter tief in vorbereiteten und unkrautfreien Boden setzen. Der Abstand der einzelnen Reihen zueinander sollte 20 Zentimeter betragen. Der Knoblauch treibt im selben Jahr auf jeden Fall noch aus. Beim Herbstanbau werden die Knollen besonders dick und groß. Wer im Garten Probleme mit der Knoblauchfliege hat, sollte den Knoblauch besser erst im Frühjahr stecken.

Tomatenpflanzen auslichten

Tomaten brauchen jetzt eine Radikalkur. Alle Seitentriebe und auch die alten Blätter können abgeschnitten werden. Das radikale Auslichten der Pflanzen ist wichtig, denn die Tomaten brauchen jeden Sonnenstrahl für ihr Aroma. Deshalb können auch die Blätter ein wenig eingekürzt werden, sodass das Sonnenlicht gut an die Pflanze kommt und die Tomaten schneller reif werden.

Die richtige Zeit für die Kürbisernte

Kürbisse liegen in einer Kiste.  Foto: Udo Tanske
Eine Kürbisfrucht enthält nur etwa 25 Kalorien pro 100 Gramm Fruchtfleisch und versorgt den Körper mit Vitaminen, Kalium, Kalzium und Zink.

Spätestens vor dem ersten Frost müssen Kürbisse vom Feld, denn sie verfaulen, wenn sie einmal zu niedrigen Temperaturen ausgesetzt waren. Wenn der Kürbisstiel trocken ist, ist der ideale Zeitpunkt gekommen, um die Früchte zu ernten.Tipp: den Kürbis noch eine Weile dunkel und kühl lagern, dann härtet die Schale richtig aus.

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 05.09.2019 | 19:30 Uhr

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