Kleine Lampen beleuchten einen kleinen Pfad in einen Garten. © Colourbox Foto: -
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AUDIO: Energiesparen im Alltag - was ist noch machbar? Welche Appelle verpuffen? (80 Min)

Strom sparen im Garten: Tipps für Beleuchtung und Geräte

Stand: 18.11.2022 11:14 Uhr

Einen Garten zu pflegen und zu gestalten, kostet viel Energie. Wer Strom spart, schont nicht nur die Umwelt, sondern auch den eigenen Geldbeutel. Tipps für weniger Energieverbrauch im eigenen Garten.

Lampen, Teichpumpen oder Mähroboter: Sie alle sorgen dafür, dass der Garten zu einem Wohlfühlort wird. Aber sie verbrauchen auch Strom. Je nachdem, wie der Garten genutzt oder ausgestattet wird, gibt es unterschiedliche Stromfresser. Wie lässt sich Energie einsparen, ohne auf eine schöne Beleuchtung oder Komfort zu verzichten?

Gartenbeleuchtung richtig wählen

  • Gartenbeleuchtung nur bei Bedarf sowie punktuell und nicht großflächig einsetzen. Bäume, Brunnen oder Beete, die in der Nacht beleuchtet werden, verursachen unnötige Stromkosten. Zudem leiden Insekten und Vögel an dem Licht.
  • Energiesparlampen (LED- oder Kompaktleuchtstofflampen) als Gartenleuchten verwenden. Sie verbrauchen viel weniger Strom als herkömmliche Leuchten. Zwar sind sie teurer in der Anschaffung, haben aber eine höhere Lebensdauer.
  • Solarlampen nutzen das Sonnen- und Tageslicht, um Energie zu speichern. Wenn es dunkel wird, leuchten sie. Auch wenn sie nicht so hell scheinen wie andere Lampen, können sie Gartenwege und Terrassen ausreichend beleuchten.
  • Kerzen, Windlichter oder Fackeln im Garten oder auf der Terrasse sorgen für eine stimmungsvolle Atmosphäre in den Abendstunden. Auch ihr Licht reicht aus, um auf Wegen Orientierung zu bieten.
  • Bewegungsmelder sind eine sinnvolle Anschaffung für Gartenbereiche, in denen das Licht nur angehen soll, wenn es gebraucht wird. So etwa am Schuppen, an Durchgängen, auf Wegen oder in dunklen Ecken.

Auf elektrische Gartengeräte möglichst verzichten

Ein Mann schneidet eine Hecke mit einer Heckenschere. © COLOURBOX Foto: Phanuwat Nandee
Viele Gartenarbeiten, wie das Heckenschneiden, lassen sich von Hand erledigen.

Heckenschere, Trimmer oder Laubbläser: Immer mehr elektrische Helfer machen die Gartenarbeit komfortabler. Doch neben einigen sinnvollen Geräten haben andere eine kurze Lebensdauer und wenig Nutzen. Oft sind handbetriebene Geräte die bessere Wahl, weil sie robuster und günstiger in der Anschaffung sind. Vieles lässt sich gut mit Muskelkraft bewältigen: die Hecke von Hand schneiden, das Laub mit einem Rechen zusammenharken, die kleine Rasenfläche mit dem Spindelmäher schneiden. Wer auf das eine oder andere Gerät verzichtet, spart Strom, Ressourcen und die hohen Anschaffungskosten. Außerdem macht das manuelle Gärtnern weniger Lärm und hält fit. Sinnvoll kann es auch sein, Geräte gemeinschaftlich zu nutzen, etwa zwischen Nachbarn.

Keine Heizpilze und Wärmestrahler verwenden

Heizpilze und Wärmestrahler sind echte Energiefresser, denn sie erwärmen vor allem die Umgebung. Gasbetriebene Heizstrahler setzen zudem viel umweltschädliches CO2 frei. Wer sich bei kühlen Temperaturen im Garten oder auf der Terrasse aufhalten möchte, sollte sich auf altbewährte Weise warmhalten und zu Pullover, Jacke und Wolldecke greifen.

Solarenergie nutzen und Solarstrom erzeugen

Unterschiedliche Solarlampen in einem Beet.
Solarlampen können mit Sonnenenergie Gartenwege und Terrassen beleuchten.

Viele Geräte, die häufig in Betrieb sind oder dauerhaft laufen, wie Leuchten, Pumpen oder Wasserspiele, gibt es auch Solarstrom-betrieben. Beim Kauf unbedingt auf den Verwendungszweck und die Leistung achten. Oft sind Pumpen und Leuchten mit integriertem Solarpanel und Akku die passende Lösung, denn ein Akku verlängert die Betriebszeit. Auf einen ausreichend sonnigen Standort achten, damit die Geräte auch bei bewölktem Wetter funktionieren.

Solarstrom lässt sich auch im eigenen Garten erzeugen: mit Stecker-Solargeräten auf Balkon, Terrasse oder an der Hauswand. Die Geräte mit einer Nennleistung von bis zu 600 Watt bestehen meist aus ein oder zwei Solarmodulen und einem Wechselrichter. Sie werden lediglich in eine Steckdose gesteckt.

Ist keine Außen-Steckdose vorhanden, etwa am Gartenhaus, bieten sich sogenannte Inselanlagen an. Sie bestehen aus Solarmodulen mit einem Akku, einem Wechselrichter und einem Laderegler. Die kleinen Anlagen speichern die Sonnenenergie am Tag und können kleinere Geräte wie Lampen oder kleine Springbrunnen betreiben.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 31.05.2021 | 20:15 Uhr

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