Stand: 08.12.2015 09:25 Uhr

Natürlicher Sichtschutz: Hecke richtig pflanzen

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Der Pflanzgraben sollte doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen der Pflanzen sein.

Als natürlicher Sichtschutz oder als Abgrenzung sind Hecken optimal. Ob Laub- oder Nadelgehölze - das Angebot ist vielfältig. Zur Pflanzung empfiehlt es sich, einen Graben auszuheben, der doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen der neuen Pflanzen ist. Bei schweren Böden sollten Sand oder Lavagranulat beigemischt werden und zusätzlich organischer Dünger wie Kompost oder Hornspäne ins Pflanzloch gegeben werden. Pflanzen für Laubhecken werden zuvor circa um ein Drittel eingekürzt, Nadelgehölze auf eine einheitliche Höhe gekappt.

Rindenmulch verhindert Austrocknen des Bodens

Nachdem die Gehölze gleichmäßig im Pflanzgraben verteilt sind, den Graben mit dem Erdgemisch auffüllen und gut festtreten, um Hohlräume zu vermeiden. Die Pflanzen sollten nicht tiefer oder höher eingepflanzt werden, als sie in der Baumschule gestanden haben. So können sie gut anwachsen. Insbesondere immergrüne Gewächse müssen ausreichend angegossen werden. Zusätzlich sollte der Pflanzbereich mit Rindenmulch abgedeckt werden, damit der Boden nicht austrocknet.

Pflanzabstand beachten

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Hecken aus Zypressen sind auch im Winter grün.

Das Angebot reicht von locker wachsenden Hecken (Ziersträucher und Laubgehölze) bis hin zu sehr blickdichten, eher "strengen" Hecken aus Koniferen (Nadelgehölzen). Letztere bilden durch ihren natürlichen säulenförmigen Wuchs beziehungsweise durch regelmäßigen Schnitt eine klare Begrenzung. Eine dritte Möglichkeit sind Hecken aus Bambus. Wie die meisten Nadelgehölze ist die Pflanze immergrün und schützt entsprechend auch im Winter vor Blicken.

Ausschlaggebend für den Pflanzabstand sind Größe und Verzweigung der neuen Pflanzen. Als Richtwert gilt bei locker wachsenden Hecken ein bis zwei Stück pro Meter, bei Koniferen (Eiben, Lebensbäume, Zypressen) zwei bis drei Stück pro Meter und bei sehr dichten Hecken drei bis fünf Stück je Meter (Liguster, Berberitzen, Kirschlorbeer). Bei zu geringem Pflanzabstand schließt sich eine Hecke zwar sehr schnell, aber dabei besteht die Gefahr, dass sie später wegen Lichtmangels innen verkahlt.

Allgemeine Pflanzabstände (Richtwerte) bei verschiedenen Heckengrößen:

  • Pflanzenhöhe 30 bis 40 Zentimeter: 4 bis 5 Pflanzen pro Meter
  • Pflanzenhöhe 40 bis 60 Zentimeter: 3 bis 4 Pflanzen pro Meter
  • Pflanzenhöhe 60 bis 80 Zentimeter: 2 bis 3 Pflanzen pro Meter
  • Pflanzenhöhe 80 bis 100 Zentimeter: 2 bis 3 Pflanzen pro Meter
  • Pflanzenhöhe 100 bis 150 Zentimeter: 1 bis 2 Pflanzen pro Meter
  • Pflanzenhöhe 150 bis 200 Zentimeter: 1 bis 2 Pflanzen pro Meter

Der perfekte Schnitt

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Nadelgehölze müssen einmal jährlich, Hainbuchen und andere Laubgehölze zweimal jährlich geschnitten werden. Für bereits gut angewachsene Nadelgehölze erfolgt der Schnitt im Juli/August, für bereits entwickelte Laubgehölze im Herbst/Winter. Wer im Frühjahr pflanzt, kann sofort zurückschneiden. Dabei hat ein trapezförmiger Heckenschnitt den Vorteil, dass mehr Licht in die Hecke fällt und sie dadurch weniger verkahlt. Dabei gilt folgender Faustregel: Bei Hecken bis zwei Meter Höhe sollte auf jeder Seite um 20 Zentimeter von der Senkrechten abgewichen werden, bei Hecken von etwa einem Meter Höhe entsprechend um zehn Zentimeter.

Streit mit dem Nachbarn vermeiden

Im Nachbarschaftsrecht der jeweiligen Bundesländer ist vermerkt, welche Grenzabstände bei einer Heckenbepflanzung eingehalten werden müssen. Darüber sollten sich Hobbygärtner also als Erstes informieren, wenn sie Gehölze zur Abgrenzung pflanzen möchten. Wer auf keinen Fall einen Streit riskieren und es noch dazu beim Schneiden der Hecke bequem haben will, sollte in jedem Fall mindestens 30 Zentimeter Abstand vom Nachbargrundstück einhalten. So ist es möglich, um die Hecke herumzugehen, ohne den Nachbarn zu stören.

Beispiele für beliebte Heckenpflanzen

  • Thuja/Lebensbaum: Immergrüne Heckenpflanze, sonnen- und halbschattenverträglich, winterhart und immergrün, wind- und stadtklimafest. Bodenansprüche: Optimal sind feuchte, kalkhaltige, humöse Böden.

  • Blaue Scheinzypresse (Chamaecyparis columnaris glauca): Immergrüne Konifere, sonnen- und halbschattenverträglich, winterhart und immergrün, wind- und stadtklimafest. Nadeln: blaugrün, schuppenförmig. Bodenbedingung: Keine besonderen Bodenansprüche - optimal sind feuchte, kalkhaltige, humöse Böden. Vertragen keine schweren Lehmböden wegen der Gefahr von Staunässe.

  • Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus Rotundifolia): Immergrüne, kräftig aufrecht wachsende Heckenpflanze mit hellgrünen glänzenden Blättern und geschlossenem Wuchs. Die Wuchshöhe kann bis zu drei bis vier Metern betragen, ist aber auch problemlos auf anderthalb Metern Höhe zu halten. Zuwachs im Jahr circa 30 bis 40 Zentimeter. Das Laub ist eiförmig und immergrün.

  • Buchsbaum (Buxus semervirens): Immergrüne Heckenpflanze. Buchsbäume können sehr alt werden und sind sehr rückschnittverträglich.

  • Eibe (Taxus Baccata): Winterharte und immergrüne Heckenpflanze. Sehr schnittverträglich und intensive grüne Färbung, auch im Winter. Gedeiht auf fast allen Gartenböden und hat an den Standort keine besonderen Ansprüche.

  • Liguster (Ligustrum ovalifolium): Winterharte und wechselgrüne Heckenpflanze. Sehr schnittverträglich. Gehört zu den preiswertesten Heckenpflanzen. Gedeiht auf normalem humosen bis leicht sandigem Boden. Sonne bis Halbschatten.

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