Stand: 05.04.2017 16:59 Uhr  | Archiv

Garten im Frühjahr: Die wichtigsten Arbeiten

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Damit Stauden und Gräser im Sommer prächtig aussehen, benötigen sie im Frühling Pflege.

Die ersten warmen Sonnenstrahlen und sprießende Frühjahrsblüher im Beet machen vielen Gartenfreunden Lust darauf, die ersten Arbeiten im Garten zu erledigen. Dazu zählt eine Bestandsaufnahme im Staudenbeet. Sind die Stauden noch nicht zurückgeschnitten, wird es Zeit, die brauen Stängel bodennah abzuschneiden oder einfach abzureißen. Ziergräser eine Hand breit über dem Boden abschneiden - so werden frische, junge Triebe nicht verletzt. 

Beete umgraben oder nicht?

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Früher galt das Umgraben von Beeten als obligatorisch für jeden Gärtner. Heutzutage sehen viele Experten das anders, zumindest, was schon mal bepflanzte beziehungsweise genutzte Böden betrifft. Der Grund: In einem Liter Boden leben circa zehn Milliarden Mikroorganismen, die wichtige Umsetzungsprozesse im Gartenboden einleiten. Sie sind an bestimmte Bedingungen wie Temperatur und Feuchtigkeit in den unterschiedlichen Bodenschichten gebunden. Durch das Umgraben gerät die Struktur durcheinander und die Mikroorganismen sterben ab. Nicht selten gelangen durch das Umgraben zudem Unkrautsamen an die Oberfläche und fangen an zu keimen.

Umgraben sollte man also möglichst nur dann, wenn ein Teil des Gartens, der bislang nicht genutzt wurde, neu bepflanzt oder eingesät werden soll. Empfehlenswert ist es auch bei schweren, lehmigen Böden, am besten im Herbst, weil die Winterwitterung mithilft, die grobe Struktur aufzubrechen.

Wurzeln von Bodendeckern nicht verletzen

Die Oberfläche des Gartenbodens sollte in der Regel allenfalls mit einem Grubber oder Sauzahn leicht aufgelockert werden. Auf diese Weise können Kompost oder Gesteinsmehle leicht eingearbeitet werden. Vorsicht: Beim Bearbeiten des Bodens kann die Wurzelbildung bodendeckender Stauden wie Frauenmantel, Golderdbeere und von Storchschnabelarten gestört werden. Sie wachsen dann schlechter und sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Düngen für gesundes Wachstum

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Im Frühling sollten die Gartenpflanzen zudem so gedüngt werden, dass sie eine ausgewogene Nährstoffversorgung haben. Hornspäne und Hornmehl sind beliebte und durchaus empfehlenswerte organische Dünger, sie versorgen die Pflanzen allerdings vor allem mit Stickstoff. Für üppige Blütenbildung und gute Gesundheit brauchen Pflanzen außerdem Phosphor und Kalium sowie Spurenelemente. Letztere sind meist reichhaltig in Gesteinsmehlen vorhanden. Der beste Universaldünger ist Kompost. Richtig auf- und umgesetzt, liefert er alles, was Pflanzen benötigen. Empfehlenswert sind zwei bis drei Liter pro Quadratmeter.

Werden im Gemüsegarten sogenannte Starkzehrer wie Kartoffeln und Kohlarten angebaut, sollten es eher drei bis vier Liter Kompost pro Quadratmeter sein, Schwachzehrer wie Kräuter benötigen weniger Nährstoffe.

Was hilft gegen Moos?

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In vielen Gärten ist Moos sehr verbreitet, aber nicht immer ist das ein Hinweis auf zu sauren Boden. Moos weist eher auf Verkrustungen der Bodenoberfläche hin. Leichtes Aufrauen und das Einarbeiten von Gesteinsmehlen ist oft sinnvoller als zu kalken. Das Ausbringen von Kalk ist nur dann sinnvoll, wenn der pH-Wert des Bodens zuvor bestimmt wurde und die Analyse ergibt, dass der Boden zu sauer ist. Tatsächlich sind die meisten Gartenböden ausreichend mit Kalk versorgt.

Krankheiten von Rosen verhindern

Ganz wichtig sind Hygienemaßnahmen. Rosenzweige, die verdächtige braune Stellen an ihrer Oberfläche zeigen und die teilweise schon etwas aufreißen, müssen konsequent bis in das gesunde Holz entfernt werden. Hier handelt es sich oft um Holzkrankheiten, die nicht direkt bekämpft werden können - nur das vorbeugende Entfernen der betroffenen Stellen verhindert eine Ausbreitung. Auch vertrocknete Blätter der Pflanzen sollten aus dem Beet entfernt und im Hausmüll entsorgt werden, damit sich etwaige Pilzkrankheiten nicht ausbreiten können.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 06.04.2017 | 16:20 Uhr

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