Stand: 15.03.2019 10:53 Uhr

Frühjahrsblüher mit Dünger stärken

Narzissen blühen auf einer Wiese. © NDR Foto: Lars Gröning
Auch Zwiebelgewächse gedeihen mit etwas zusätzlicher Nahrung prächtiger.

Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen locken jetzt Frühblüher aus dem Boden. Wer Zwiebeln von Schneeglöckchen, Narzissen oder Tulpen im Garten gepflanzt hat, kann alljährlich zusehen, wie die Blumen schnell austreiben und Blüten bilden. Allerdings nimmt die Blütenpracht im Laufe der Jahre ab. Denn die Pflanzen entziehen dem Boden die Nährstoffe. Um die Pflanzen möglichst lange zu erhalten, benötigen die Zwiebelgewächse Dünger.

Universaldünger oder Hornmehl verwenden

Sobald die Stängel rund zehn Zentimeter aus dem Boden ragen, sollten die Pflanzen mit einem Universal- oder Mehrnährstoff-Dünger unterstützt werden. Dazu eigenen sich Dünger in flüssiger oder fester Form, wenn man die Dosierungsanleitung beachtet. Hilfreich ist auch, zwischen den zarten Trieben, die meist in Gruppen stehen, vorsichtig Hornmehl oder feine Hornspäne in den Boden einzuarbeiten. Das sind zermahlene oder kleingeraspelte Hörner und Hufe von Schlachtrindern. Dieser organische Dünger wird von Mikroorganismen und Kleinstlebewesen zersetzt. Der Prozess zieht sich über Wochen hin und so gelangt nach und nach der Dünger an die Zwiebelblumen und kräftigt sie. 

Nach der Blüte nicht abschneiden

Die Düngergaben können bis zur vollen Blüte erfolgen. Wenn die Pflanzen verblühen, können sie die Mineralien nicht mehr aufnehmen. Dann sollten die Blätter langsam eintrocknen und nicht abgeschnitten werden. So kann die Zwiebel Kraft für die Blüte im darauffolgenden Jahr sammeln.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 30.03.2019 | 06:50 Uhr

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