Die Polizeireporter: Wie Hamburgs Feuerwehr der Ukraine hilft
Acht Hamburger Feuerwehrleute sind nach Polen gefahren, um dort zwei Gerätewagen an die Kollegen in Nisko, nah an der ukrainischen Grenze zu übergeben. Die Polizeireporter sprechen mit ihnen über ihre Erlebnisse.

Das war für die Hamburger Feuerwehr kein Einsatz, wie jeder andere. Einsatzleiter Christian Kossmer betont, seine große Sorge sei gewesen, dass die beiden Gerätewagen die Fahrt nicht bestehen könnten. Die Fahrzeuge seien gar nicht dafür ausgelegt gewesen, so weit, also 1.000 Kilometer fahren. Ein versierter Kfz-Schrauber sei deswegen mitgefahren. Kurz vor Berlin gab es dann auch die erste Panne. "Wir hatten da auf einmal Brandrauch, da schmorte unten an der Bremse so ein Kabel weg", erinnert sich Kossmer. Aber zum Glück ließ sich dieses Malheur schnell beheben und die Fahrt konnte fortgesetzt werden.
"Plötzlich ist der Krieg ganz nah"

Unterwegs hat die achtköpfige Feuerwehr-Delegation auch viele Eindrücke vom Krieg bekommen. Markus Prohl erklärt, dass ihnen etwa 100 Kilometer vor der ukrainischen Grenze die ersten Lkw mit kaputten Panzern entgegen gekommen seien. "Da merkt man auf einmal, dass das nicht normal ist." Auch das Gespräch mit einem ukrainischen Feuerwehrmann wird Einsatzleiter Kossmer nicht vergessen. Der Kollege aus dem Kriegsgebiet habe von vielen, im Dienst erschossenen Kameraden berichtet. Warum Kossmer trotzdem keine Kriegsangst hatte, wie die Feuerwehr Hamburg die Ukraine unterstützt und welche Eindrücke der Krieg hinterlassen hat, darüber sprechen die Feuerwehrleute mit den Polizeireportern Kai Salander und Ingmar Schmidt in Folge 16 des Podcasts "Die Polizeireporter".
