Stand: 07.09.2020 21:17 Uhr

Zugunfall in Niebüll: Sylt-Fernverkehr unterbrochen

Ein Zug ist entgleist am Bahnhof von Niebüll.  Foto: Daniel Friederichs
Der Unfall ereignete sich am Montag gegen 14.45 Uhr.

Wegen eines Rangierunfalls im Bahnhof von Niebüll (Kreis Nordfriesland) ist der Fernverkehr zwischen Hamburg und Sylt am Montag unterbrochen worden. Eine Doppel-Lok habe am Nachmittag beim Rangieren einen parallel fahrenden Regionalzug aus dessen Gleis gedrückt, teilten Bahn und Bundespolizei mit. Menschen seien nicht verletzt worden. Die Bahn bat darum, statt den Fernzügen die Nahverkehrszüge zwischen Sylt und Hamburg zu nutzen. Die Autoreisezüge zwischen Niebüll und Westerland auf Sylt seien durch den Unfall aber nicht beeinträchtigt, sagte eine Bahnsprecherin.

Busse zwischen Niebüll und Bredstedt

Regionalzüge konnten am Montagabend von Westerland nur bis Niebüll auf dem Festland fahren. Wer aus Richtung Husum kam und nach Sylt wollte, konnte nur bis Bredstedt mit dem Regionalzug fahren. Zwischen Niebüll und Bredstedt waren Busse als Ersatz in beiden Richtungen unterwegs. Die Strecke ist etwa 25 Kilometer lang. Zunächst war der Ersatzverkehr sogar über eine Strecke von rund 38 Kilometern von Klanxbüll bis Bredstedt eingerichtet worden. Doch es konnte ein Gleis frei gemacht werden.

Unfall-Ursache ist noch unklar

Experten des Eisenbahnbundesamtes untersuchten den Unfallort, um die Ursache zu klären. Genaue Informationen, wie es zu dem Unfall kommen konnte, gab es am Montagabend jedoch nicht. Laut Bundespolizei und Bahnsprecherin soll Folgendes passiert sein: Ein Intercity-Zug aus Dresden war verspätet in Niebüll angekommen. Um Zeit aufzuholen, sei die Lok von dem Zug abgekoppelt worden, sagte die Bahnsprecherin. Reisende hätten den IC verlassen, um mit Nahverkehrszügen die Fahrt fortzusetzen.

Zwei Gleise verjüngen sich zu einem

Ein Zug ist entgleist am Bahnhof von Niebüll.  Foto: Daniel Friederichs
Der Regionalzug wurde offenbar regelrecht ausgehebelt.

Nach Angaben der Bundespolizei und der Bahnsprecherin kollidierte eine Rangiereinheit aus zwei Lokomotiven - darunter die Lok des Intercity aus Dresden - parallel mit einem Triebwagen des Sylt Shuttle Plus. Die Lokomotiven drückten den Triebwagen des Sylt Shuttle aus dem Gleis, sodass die Vorderachse des Zuges entgleiste. Warum die Züge kollidierten, ist noch unklar. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, die beiden Gleise würden sich zu einem Gleis verjüngen. Die Bahnsprecherin konnte dazu keine Angaben machen.

Einschränkungen bis Dienstag

Am Montagabend begannen die Arbeiten, um den Zug wieder ins Gleis zu setzen. Danach sollten noch Schäden am Gleis und an der Weiche repariert werden. Die Bahnsprecherin sagte, man rechne damit, voraussichtlich zu Betriebsbeginn am frühen Dienstagmorgen wieder mit Einschränkungen in beide Richtungen verkehren zu können.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.09.2020 | 20:00 Uhr

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