Verfall auf 20.000 Quadratmeter - die Knechtschen Hallen

Stand: 01.11.2020 07:00 Uhr

Die Knechtschen Hallen in Elmshorn waren einst eine Lederfabrik. Seit 14 Jahren stehen sie leer. Ein Verein sucht Investoren für eine Wiederbelebung.

Es könnten Wohnungen entstehen, Bürgersäle, Jugendeinrichtungen, Kulturräume: In Elmshorn (Kreis Pinneberg) stehen 20.000 Quadratmeter leer. Seit 14 Jahren sind die Knechtschen Hallen ungenutzt. Sie stehen unter Denkmalschutz, verfallen aber langsam, denn es gibt aktuell keinen Investor, der die alten Hallen saniert. Ein Verein kämpft dafür, das Gebäude zu neuem Leben zu erwecken.

Gemeinsam für den Erhalt

Anfang des 20. Jahrhunderts war in den Knechtschen Hallen eine Lederfabrik, ab den 50er Jahren ein Teppichlager untergebracht. "Das Gebäude leidet unter der Nichtnutzung. Die Fenster sind kaputt, keine Heizung, Vandalismus. Wenn das Gebäude nicht bald saniert wird, dann wird es immer schwieriger, das Gebäude zu erhalten", erklärt Jens Jähne vom Verein Freundeskreis Knechtsche Hallen. Seit sechs Jahren kämpft er gemeinsam mit seinem Verein für den Erhalt der Hallen. Um bisher fehlende Investoren anzulocken, entwickelte sein Verein Ideen für die Nutzung des Gebäudes - zusammen mit Eigentümer, Politik und Stadtplanern.

Viele Ideen, kein Investor

An einem Aktionstag präsentierte der Verein, was aus den alten Hallen alles werden könnte. Bürgerinnen und Bürger aus Elmshorn konnten sich bei einem virtuellen Rundgang ansehen, was möglich ist. Und auch die Besucher haben Ideen: "Flohmärkte, Galerien, Ausstellungen, Gemeinschaftsräume", könnte sich ein Besucher vorstellen, um wieder neues Leben in das Gebäude einziehen zu lassen. Für Jähne ein tolles Zeichen: "Ein schönes Gefühl, dass das Interesse nicht erlahmt." Ideen sind ausreichend vorhanden, nur ein Investor fehlt noch für die 20.000 Quadratmeter in Elmshorn.

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