Stand: 17.09.2020 14:13 Uhr

Trotz Corona: Städte in SH planen Weihnachtsmärkte

Lübeck von oben, bei Nacht fotografiert © Armin Redöhl Foto: Armin Redöhl
Auch die Stadt Lübeck plant dieses Jahr, einen Weihnachtsmarkt zu veranstalten.

Können Schleswig-Holsteins Schausteller dieses Jahr ihre Weihnachtsbuden aufstellen - trotz Corona-Pandemie? Langwierige Planungen sind derzeit schwierig und unsicher. Trotzdem hat eine Umfrage von NDR Schleswig-Holstein ergeben, dass in vielen Orten an Konzepten gefeilt wird. So gab die Landeshauptstadt nun bekannt, dass in Kiel alle Weihnachtsmärkte stattfinden werden. Doch vieles wird wohl anders laufen als normal. Und alles hängt von der aktuellen Entwicklung der Corona-Infektionen ab.

Kein Weihnachtswichtel in seiner Kogge in Kiel

Punsch trinken, Bratwurst essen, vorweihnachtliche Stimmung genießen - in Kiel sind sich nach Angaben von Kiel Marketing Veranstalter und Betreiber einig, dass die Märkte stattfinden. Stände müssen gegebenenfalls auseinanderrücken, Gänge breiter gemacht werden, weniger überdachte Fläche wäre nötig. Auch über die Art und Weise, wie die Anzahl der Besucher gezählt wird, muss noch geredet werden. Der Weihnachtswichtel, der mit seiner Kogge sonst immer über den Rathausplatz durch die Luft schwebt, wird zum Beispiel fehlen. Johannes Hesse von Kiel Marketing sagt: "Es ist schon verrückt. Sonst hat man versucht, möglichst viele Besucher anzulocken. Jetzt in Coronazeiten versucht man eher, weniger attraktiv zu sein."

Wird Glühwein ausgeschenkt oder nicht?

Die Planungen für die Weihnachtsmärkte laufen auch in Lübeck, Flensburg und Neumünster. In Flensburg - so eine Sprecherin - warte man noch auf offizielle Beschlüsse der Stadt. In Lübeck hat es im August schon einen kleinen Probelauf gegeben. Die Hansestadt will wieder Weihnachtsstadt des Nordens werden. In Neumünster müssen - wie überall - noch viele Detailfragen geklärt werden. Zum Beispiel, ob überhaupt Alkohol ausgeschenkt werden darf.

Heide wartet auf eine Entscheidung

Für die Heider Winterwelt liegen bereits seit Ende August Hygienekonzepte vor, die noch vom Kreisgesundheitsamt abgesegnet werden müssen: mehr Fläche, Buden weiter auseinander, die Winterwelt wird eingezäunt, zwei Ein- und Ausgänge, begrenzte Besucherzahlen - auch auf der Eisbahn. Es gibt Zeitfenster zum Eislaufen, danach wird desinfiziert. 38 Schausteller hoffen darauf, dass die Heider Winterwelt auch wirklich stattfinden kann - trotz des Mehraufwands. Spätestens für Anfang November hofft das Stadtmarketing auf eine endgültige Entscheidung der Behörden, um noch rechtzeitig den Weihnachtsmarkt umzusetzen.

Überall weniger Stände

Viele Weihnachtsmärkte in Schleswig-Holstein gibt es auch in Herrenhäusern und auf großen Gütern. Auf dem Hof Gut Stocksee soll laut Betriebsleiter Albersmeier auch in diesem Winter wieder ein stimmungsvoller Weihnachtsmarkt stattfinden. Auch dort wird es dann weniger Stände geben. Man sei im ständigen Austausch mit dem Gesundheitsamt, sagt Albersmeier.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.09.2020 | 14:00 Uhr

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