Eine zerstörte Windkraftanlage in Sörup.  Foto: Jürgen Jordt

Standhaftes Windrad von Sörup steht am Ende doch nicht mehr

Stand: 21.05.2021 22:09 Uhr

Drei Abrissversuchen inklusive zwei Sprengungen hat es getrotzt. Das Windrad von Sörup (Kreis Schleswig-Flensburg) blieb einfach stehen. Die Schäden waren aber schließlich so groß, dass kräftiger Wind es nun in die Knie zwang.

Gegen 16:25 Uhr am Freitagnachmittag gab es in Sörup einen dumpfen Knall. Im Haus von Haus von Jürgen Jordt, Leiter der Gemeindewerke Sörup, wackelten Fenster und Wände. "Ich bin zum Fenster gelaufen und dann war sie nicht mehr da", staunte Jordt. Er wohnt in Sichtweite der Windkraftanlage, die in den vergangenen Tagen aufgrund ihrer Standhaftigkeit weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt geworden ist.

Windkraftanlage von der Kraft des Windes erledigt

Zweimal versuchte ein Experte das Windrad zu sprengen, erfolglos. Auch der Abriss per Stahlseil scheiterte, weil das Seil riss. Aber die Statik des Bauwerks war dennoch stark beschädigt. Nach Angaben des Sprengmeisters war der Turm ringförmig durchtrennt. Jetzt liegen Maschinenhaus und Flügel demoliert und verbogen auf dem Feld. Laut Betreiberfirma WKN beginnt noch am Abend die Bergung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | 21.05.2021 | 19:00 Uhr

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