Stand: 24.04.2019 13:38 Uhr

SPD-Spitzenkandidatur: Ulf Kämpfer will nicht

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Bewirbt sich nur um seine Wiederwahl - und nicht um die SPD-Spitzenkandidatur: Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD).

Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) möchte nicht der Spitzenkandidat für seine Partei bei der nächsten Landtagswahl sein. Das hat er am Mittwoch während eines Pressegesprächs in Kiel gesagt. "Ich werde 2022 nicht als Spitzenkandidat der SPD in Schleswig-Holstein antreten", sagte Kämpfer. Er kandidiere bei der Oberbürgermeisterwahl am 27. Oktober dieses Jahres für die ganze Legislaturperiode von sechs Jahren, betonte er. Der Stadt täte Kontinuität an der Spitze der Verwaltung gut.

Seit fünf Jahren Oberbürgermeister

Wer ihn im vergangenen Jahr zu dem Thema befragt habe, könne nicht überrascht sein, dass er sich jetzt klar zu Kiel bekenne, sagte der 46-Jährige. Kämpfer galt bisher dennoch als ein Favorit für die Spitzenkandidatur der SPD zur nächsten Landtagswahl.

Angesichts drohender Fahrverbote und der eingeleiteten Gegenmaßnahmen, sagte der Oberbürgermeister in dem Gespräch, dass die Dieseldebatte sehr viel Kapazität in der Verwaltung binde. Als weitere Schwerpunkte hob er den Bau bezahlbarer Wohnungen, sozialen Zusammenhalt und Bildungsgerechtigkeit hervor. Er sprach von einer Wohnungskrise, die mittlerweile auch Menschen aus der Mittelschicht treffe.

Milliardenprojekt geplant

Der Jurist, der seit 2014 Oberbürgermeister von Kiel ist, plant ein Milliardenprojekt namens "Kiel Science City". Rund um den Campus der Universität sollen innerhalb von 15 bis 20 Jahren Unternehmen angesiedelt und zahlreiche Wohnungen entstehen. Nach Kämpfers Schätzung könnte für das Gesamtvorhaben zusätzlich zu den vom Land für die Uni-Modernisierung veranschlagten 500 Millionen Euro noch einmal gut dieselbe Summe investiert werden.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 24.04.2019 | 12:00 Uhr

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