Stand: 26.06.2019 13:06 Uhr

"Open Data Schleswig-Holstein" ist in Betrieb

Digitalisierungsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) hat am Mittwoch ein neues Portal mit frei zugänglichen Daten der öffentlichen Hand in Betrieb genommen. "In vielen Bereichen sind diese Daten praktisch Gold wert", sagte Albrecht. Außerdem werde politisches Handeln durch Open Data transparenter. Zum Start sind bereits mehr als 7.000 Datensätze abrufbar - beispielsweise zu Kitas, Kinderspielplätzen, Bebauungsplänen oder öffentlich zugänglichen Kirschbäumen. Personenbezogene Daten enthält die Datenbank nach Angaben von Albrecht nicht. Die Kosten für Aufbau und Betrieb betragen 670.000 Euro.

Daten sind für jedermann abrufbar

Es sei ein absoluter Mehrwert, wenn öffentliche Daten für jedermann abrufbar seien, sagte der Minister. Albrecht erhofft sich, dass Bürgerinnen und Bürger genauso davon profitieren können wie Unternehmen, Verbände, Start-Ups oder Vereine. Wie hoch sind die Schülerzahlen an einer bestimmten Schule in Kiel? Wie steht es um die Kitas in Norderstedt? Außerdem Statistiken zu Elterngeld, Luftqualität oder Geodaten aus dem Umweltbericht. Das sind nur einige Beispiele, die unter opendata.schleswig-holstein.de bereits zugänglich sind.

Größtes Portal aller Bundesländer

Der offizielle Start am Mittwoch soll nur der Anfang sein. Fünf Landesbehörden und zwei Kommunen machen bislang mit. In Kiel und Norderstedt gibt es bereits Koordinatoren, die sich um die Aufbereitung von Daten kümmern. Weitere Kommunen sollen folgen.

Laut Digitalisierungsministerium ist "Open Data Schleswig-Holstein" das größte Open-Data-Portal aller Bundesländer. Albrecht sagte, es speise auch Daten in das Bundesportal "GOVDATA" und stelle ein Viertel von dessen Datensätzen. Schleswig-Holstein wolle "ganz vorne mitspielen", kündigte der Minister an.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.06.2019 | 12:00 Uhr

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