Ein Schlepper zieht die neue Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal. © Westküstennews

Neue Schwebefähre in Rendsburg angekommen

Stand: 02.09.2021 19:03 Uhr

Der Neubau wurde mit Schleppern auf einem Ponton bis nach Rendsburg gebracht. Mehr als fünf Jahre lang warteten die Anwohner aus Rendsburg und Umgebung auf eine Ersatz-Schwebefähre.

Die Schwebefähre ist Kanalquerung an der Eisenbahnhochbrücke und Wahrzeichen der Region. Nun hat das Warten ein Ende: Am frühen Donnerstagabend kam der Neubau mit Hilfe von zwei Schleppern in Rendsburg (Kreis Rendsburg-Eckernförde) an. Dienstagmorgen wurde in Brake (Niedersachsen) der Ersatzbau auf einen schwimmenden Ponton auf der Weser verladen. Etwa 13 Millionen Euro hat die Anfertigung gekostet.

Ein Schlepper zieht die neue Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal. © Westküstennews
Mit Hilfe von zwei Schleppern wurde die neue Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal transportiert.
Fünf Jahre langer Umweg

Es war schlechte Sicht auf dem Kanal als der Unfall Anfang 2016 geschah. Zwei Menschen wurden leicht verletzt und die historische Schwebefähre wurde so schwer beschädigt, dass sie demontiert werden musste. Seitdem müssen Touristen und Pendler zwischen Osterrönfeld und Rendsburg einen Umweg machen und den Nord-Ostsee-Kanal mit der Fähre Nobiskrug überqueren, über die Rader Hochbrücke ausweichen oder durch den Kanaltunnel fahren.

Bessere Sicherheitssysteme

Damit sich das Unglück nicht wiederholt, verfügt die neue Fähre über bessere Sicherheitssysteme als ihre Vorgängerin. 100 Personen und vier Autos kann sie auf ihrer Fährgondel mitnehmen. Die Inbetriebnahme des Neubaus war zunächst für Mitte 2020 vorgesehen, verzögerte sich aber.

 

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 02.09.2021 | 19:30 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Nord-Ostsee-Kanal

Schiffbau

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Marco Buschmann (FDP), Bundesminister der Justiz, aufgenommen im Justizministerium. © Michael Kappeler/dpa

Messerangriff bei Brokstedt: Buschmann fordert Konsequenzen

Nach Einschätzung des Bundesjustizministers haben sich die zuständigen Behörden im Fall Ibrahim A. nicht ausreichend ausgetauscht. mehr

Videos