Stand: 08.01.2018 08:51 Uhr

Nach 77 Stunden ist Hochwasser-Einsatz beendet

Aufatmen nach dem tagelangem Hochwasser-Dauereinsatz im Süden: Der Pegel der Bille in Kuddewörde im Kreis Herzogtum Lauenburg ist gesunken, die historische Grander Mühle nicht mehr in Gefahr. Sonntagnachmittag konnten die Einsatzkräfte nach Angaben der Leitstelle Süd abrücken. 77 Stunden waren Freiwillige der Feuerwehr und des Technischen Hilfswerks (THW) dort im Einsatz gewesen und hatten das traditionsreiche Hotel und Restaurant in der Mühle mit Sandsäcken geschützt. Auch am Klärteich von Brunstorf bei Schwarzenbek und rund um die Bille in Reinbek (Kreis Stormarn) gibt es mittlerweile Entwarnung.

Anwohner bangten um ihre Häuser

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Wenn die Bille plötzlich zur Bedrohung wird

Aus dem Flüsschen Bille ist durch das Hochwasser mancherorts ein reißender Strom geworden. In Reinbek steht sie zwei Meter höher als sonst. Anwohner sorgen sich um ihr Haus und ihre Habseligkeiten. mehr

In Brunstorf waren zwischenzeitlich 200 Helfer mit vier Pumpen im Einsatz. Sie verhinderten erfolgreich, dass Fäkalien aus dem Klärteich gespült werden. In Reinbek (Kreis Stormarn) war die Lage am Freitag brenzlig geworden: Das Flüsschen Bille trat deutlich über die Ufer und erreichte einen Rekordwasserstand von bis zu 2,50 Meter. Der Normalstand ist 1,20 Meter. In der Bille landete das Wasser aus den Hochwassergebieten im Herzogtum Lauenburg. Die Anwohner in Reinbek bangten um ihre Häuser. An vielen Gebäuden lagen Sandsäcke bereit. Helfer suchten den Mühlenteich nach Ästen und Baumstämmen ab, die das Wehr blockieren könnten. Seit Freitagabend fiel der Pegelstand wieder.

So kämpften die Helfer gegen die Wassermassen

Deich- und Hauptsielverband nennt Gründe

Matthias Reimers vom Deich- und Hauptsielverband Dithmarschen nannte bereits am Mittwoch Gründe, die aus Sicht seines Verbandes für das Land unter mitverantwortlich waren: Durch das Hochwasser der zurückliegenden Herbststürme konnte demnach nur wenig Wasser aus den Speicherkögen in die Nordsee geleitet werden. Außerdem kämen die Pumpen der Schöpfwerke nicht gegen so viel Regenwasser an, so Reimers. Künftig will der Deich- und Hauptsielverband deshalb mehr und leistungsstärkere Pumpanlagen bauen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.01.2018 | 08:00 Uhr

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