Stand: 07.06.2019 14:54 Uhr

NATO-Manöver "Baltops" startet in Kiel

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Zum Start des NATO-Manövers "Baltops" liegen Marineschiffe aus unterschiedlichen Nationen im Kieler Marinehafen

In Kiel beginnt das größte Ostsee-Marinemanöver des Jahres. Die internationale Militärübung der Nato mit mehr als 8.000 Soldaten aus 18 Nationen zu Wasser, zu Land und in der Luft startet am Sonntag. Die 14-tägige Großübung wird von der US-Navy geleitet. Bei dem bis zum 20. Juni laufenden Seemanöver kommen insgesamt 36 Luftfahrzeuge, 50 Schiffe und auch zwei U-Boote zum Einsatz.

Für das Manöver "Baltops 2019" fahren die teilnehmenden Nationen einiges auf: Unter anderem hat die US-Navy Schiffe aus dem Mittelmeer nach Kiel beordert. Darunter die Mount Withney, ein Kommandoschiff mit rund 300 Soldaten Besatzung. Größtes Schiff ist der rund 238 Meter lange spanische Flugzeugträger "Juan Carlos I". Von deutscher Seite sind rund 600 Soldaten sowie sieben Schiffe und Boote dabei, darunter die Korvette "Erfurt", zwei Einsatzgruppenversorger und das U-Boot "U33".

US-Vize-Admiral Lewis: "Gemeinsam sind wir viel stärker"

Keine Nation könne die heutigen Sicherheitsprobleme alleine bewältigen, sagte der Kommandeur des Manövers, US-Vize-Admiral Andrew Lewis, am Freitag in Kiel. "Gemeinsam sind wir viel stärker", so der Kommandeur.

In den kommenden zwei Wochen soll unter anderem das Anlanden und Absetzen von Truppen geprobt werden. Diese Übungen sollen an der schwedischen Küste, aber auch in der Hohwachter Bucht durchgeführt werden. Auf dem Programm stehen auch die Luftverteidigung und die Minenabwehr. Daran nimmt auch die zweite US-Flotte teil. Es ist den Angaben zufolge das erste Mal, dass diese in Europa operiert.

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Die Admiräle Christian Bock, Deutsche Marine, Andrew Burns, Royal Navy und Andrew Lewis, US-Navy, stehen vor Beginn des Manövers "Baltops" im Kieler Marinehafen.
Auch Reaktion auf Einflussnahme Russlands

Der deutsche Flottillenadmiral Christian Bock sagte, die Zielrichtung des Manövers habe sich in den vergangenen 47 Jahren immer wieder der jeweiligen politischen Situation angepasst. "Baltops" sei eine Freundschaftsübung gewesen, um die Staaten im Ostseeraum nach dem Ende der Sowjetunion zusammenzuführen. "Mit der Abkehr von der Kooperationsphase im Nato-Kontext - der Nato-Russland-Rat ist hier ein Beispiel - ist die Symbolik jetzt natürlich rein europäisch, natomäßig ausgerichtet. Natürlich reagieren wir mit dieser Übung auch auf die sicherheitspolitische Gesamtlage und die entsprechende Einflussnahme Russlands auf diesen sicherheitspolitischen Kontext", erklärte Bock.

Start und Ziel des Manövers ist Kiel. Nach der Übung bleiben einige Schiffe noch in der Förde und können im Rahmen der Kieler Woche besichtigt werden.

 

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.06.2019 | 14:00 Uhr

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