Ein Schlepper transportiert die neue Fähre "Honfleur" vom Doch der FSG nach Norwegen. © NDR Foto: Lukas Knauer

"Honfleur" der FSG auf dem Weg nach Norwegen

Stand: 25.10.2020 15:12 Uhr

Die Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) ist ihr vorerst letztes Schiff los. Am Sonntagmittag wurde die halbfertige Großfähre "Honfleur" von zwei Schleppern aus der Flensburger Förde gezogen.

Es geht nach Norwegen, zum ehemaligen Besitzer der FSG, Kristian Siem, der das Schiff gekauft hat. Ursprünglich hatte die französische Reederei "Brittany Ferries" die 187 Meter lange "Honfleur" in Auftrag gegeben, war jedoch vom Kauf zurückgetreten, weil sich der Bau immer wieder verzögerte.

Großteil der Mitarbeiter in Kurzarbeit

Noch im August hatte man in der FSG-Belegschaft gehofft, die "Honfleur" doch noch weiterbauen zu können und so in der angeschlagenen Werft Jobs zu erhalten. Doch Kristian Siem, dem das Schiff mittlerweile gehört, erteilte dem eine Absage. Nun gibt es keine Aufträge mehr.

Die FSG hatte im April einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Flensburg gestellt. Die Produktion stand wegen der Corona-Pandemie monatelang still, alle Mitarbeiter waren in Kurzarbeit. Die Werft war 2019 von Investor Lars Windhorst übernommen worden. Der hatte versprochen, der FSG neue Aufträge zu verschaffen, konnte aber bislang sein Versprechen nicht einlösen.

Weitere Informationen
Zwei Schlepper kreuzen vor der der Werft der Flensburger Schiffbau Gesellschaft und warten darauf die neue Fähre © NDR Foto: Jörg Jacobsen

Mühsamer Neustart für die Flensburger Werft

Die neue Flensburger Schiffbau-Gesellschaft startet nach der Insolvenz bei Null: Ohne Schulden, aber auch ohne Aufträge und mit der Hälfte der ehemaligen Belegschaft. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.10.2020 | 14:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Die untergehende Sonne taucht die am Hafenbecken der Stadt Sonderburg gelegene Häuserzeile in ein ein warmes Licht. © picture alliance / Hauke-Christian Dittrich Foto: Hauke-Christian Dittrich

Immer mehr Deutsche wandern in den Süden Dänemarks aus

In Orten wie Sonderburg, Apenrade oder Tondern leben gut 80 Prozent mehr Menschen mit deutschem Pass als vor vier Jahren. mehr

Videos