Stand: 11.09.2018 16:02 Uhr

Hirsch "Hannes" und seine Rinderherde

von Carolin Werner

Rinder scheinen gerade im Norden Deutschlands eine anziehende Kraft auf Damwild zu haben: Nach "Sven" hat sich in der Nähe von Flensburg erneut ein Hirsch einer Herde von Rindern angeschlossen. Vor sechs Wochen tauchte "Hannes" erstmals bei den Galloways und Angler Rindern des Biohofes Bunde Wischen auf der Halbinsel Holnis auf. Anfangs sei der Neuling scheu gewesen, sagt Biologe Gerd Kämmer dem Schleswig-Holstein Magazin. Inzwischen sei er zutraulicher geworden.

"Sven" in Herde desselben Hofes

"Hannes" grast derweil gemeinsam mit seiner neuen Familie, ganz friedlich. Kämmer vermutet, dass der Spießer - so heißen junge Hirsche im zweiten Lebensjahr - dem nächsten Wurf in seiner Damwild-Familie Platz machen musste. "Sven" ist inzwischen seit dreieinhalb Jahren ein immer wiederkehrendes Familienmitglied in einer Herde von Galloway-Rindern. Wie "Hannes" hat es ihm eine Rinderherde des Biohofes Bunde Wischen angetan. "Man fragt sich schon, was die Herde bewegt", sagt Biologe Kämmer. Um mehr über die Tiere zu erfahren, würde er sie gerne mit einem Peilsender ausstatten.

Fortpflanzung ist nicht möglich

Der Fortpflanzungstrieb kann den Junghirsch jedenfalls nicht auf die Halbinsel getrieben haben. Eine neue Familie im biologischen Sinne kann "Hannes" mit den Rindern nicht gründen. Das hält ihn allerdings nicht davon ab, sein Herz den Angler Rinder zu schenken, die ebenfalls Hörner haben. "Da herrscht Waffengleichheit", sagt Kämmer. "Sven" hingegen weicht der Galloway-Dame "Sarina" nicht von der Seite.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 11.09.2018 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Schleswig-Holstein

01:46
Schleswig-Holstein Magazin
03:04
Schleswig-Holstein Magazin

EU-Forschungsprojekt zu Neurodermitis

Schleswig-Holstein Magazin
02:39
Schleswig-Holstein Magazin

JVA Lübeck: Details zur Geiselnahme

Schleswig-Holstein Magazin