Stand: 11.06.2019 14:39 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

"Gorch Fock": Neue Ermittlungen im Fall Böken

Die Staatsanwaltschaft Kiel hat das Ermittlungsverfahren im Fall Jenny Böken wieder eröffnet. Die Offizieranwärterin war 2008 von der "Gorch Fock" in die Nordsee gestürzt. Ihre Leiche wurde elf Tage nach dem Unglück im Meer entdeckt und geborgen. Die Umstände ihres Todes sind bis heute nicht geklärt. Die Eltern bezweifeln die Unfallversion und bemühten sich um eine Wiederaufnahme der Ermittlungen. Am Dienstag teilte die Staatsanwaltschaft mit, wieder zu ermitteln, nachdem sich Ende 2018 eine neue Zeugin gemeldet hatte.

Zeugin: Böken Opfer eines gewaltsamen Verbrechens

Die Zeugin war 2008 - vor einer Geschlechtsumwandlung - als Soldat bei der Bundeswehr und hatte mit Jenny Böken sexuellen Kontakt, bevor sie mit der "Gorch Fock" zu ihrer Ausbildungsfahrt startete. Nach deren neuen Aussagen müssen nun einige Punkte überprüft werden. Es gebe Hinweise darauf, dass die damals 18-jährige Offizieranwärterin Opfer eines Verbrechens wurde, bestätigte ein Sprecher der Anklagehörde.

Nach Bökens Tod sollen sich drei Soldaten bei der Zeugin gemeldet und Andeutungen gemacht haben, dass Jenny Böken eines gewaltsamen Todes starb. Um diesen neuen Hinweisen nachgehen zu können, hat die Staatsanwaltschaft ein neues Verfahren eröffnet. Bisher gingen die Ermittler von einem unglücklichen Unfall auf hoher See aus und hatten den Fall geschlossen.

Weitere Informationen

"Gorch Fock": Neue Ermittlungen im Fall Jenny Böken?

07.06.2019 18:00 Uhr

Jenny Böken war 2008 von der "Gorch Fock" gestürzt und gestorben. Nach Informationen des Magazins "Der Spiegel" soll es eine neue Zeugenaussage geben, die auf ein Verbrechen schließen lässt. mehr

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.06.2019 | 13:00 Uhr

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