Feuerwehrleute arbeiten an einem Wagen, der fast vollständig von einem umgeknickten Baum verdeckt ist. © Arne Jappe Foto: Arne Jappe

Gewitter: Viele Feuerwehreinsätze im Süden des Landes

Stand: 05.08.2022 07:49 Uhr

Das Unwetter am Donnerstagabend sorgte nach einem sehr heißen Tag für Abkühlung - und viele Feuerwehreinsätze. Die Einsatzkräfte waren tagsüber schon zu zahlreichen Flächenbränden ausgerückt.

Starke Sturmböen und Gewitter haben am Donnerstagabend für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Süden und Südosten Schleswig-Holsteins gesorgt. Nach Angaben der Leitstellen gab es in Lübeck, Ostholstein, Stormarn sowie im Herzogtum Lauenburg dutzende Einsätze wegen umgestürzter Bäume und Sturmschäden mit abgedeckten Dächern. Wegen eines umgestürzten Baumes war eine Regionalbahn von Lübeck nach Lüneburg ausgefallen, teilte die Deutsche Bahn auf Twitter mit. In Ellerbek im Kreis Pinneberg schlug ein Blitz in ein Haus ein. Eine Polizeisprecherin sagte, das angrenzende Restaurant sei vorsichtshalber evakuiert worden. Verletzt wurde bei den wetterbedingten Einsätzen nach jetzigem Stand niemand.

Mit der Hitze steigt die Waldbrandgefahr

Am Donnerstag waren die Temperaturen in Schleswig-Hostein erneut auf Werte jenseits der 30-Grad-Marke geklettert. Laut Deutschem Wetterdienst sorgte besonders abseits der Küste heiße und trockene Luft tagsüber für eine starke Wärmebelastung. Das wirkte sich auch massiv auf die Wälder aus: Die Gefahr für Waldbrände war aufgrund der Trockenheit hoch, ist jetzt jedoch wegen des gestrigen Regens wieder abgesunken. Am Donnerstagvormittag brannte noch ein großes Getreidefeld zwischen Heiligenhafen und Weißenhäuser Strand (Kreis Ostholstein). Da am Donnerstag noch alles so trocken war, hatte sich das Feuer schnell ausgebreitet und drohte, auf die Ortschaften Wandelwitz und Techelwitz zuzulaufen. Insgesamt waren fünf Wehren im Einsatz, 60 Feuerwehrleute waren beteiligt. Sie konnten den Brand gerade noch rechtzeitig löschen, bevor er zwei kleine Ortschaften erreichen konnte.

Weitere Flächenbrände gab es im Gudow (Kreis Herzogtum Lauenburg), bei Bad Schwartau, zwischen Ahrensbök und Gnissau (alle Kreis Ostholstein) sowie in Siek bei Ahrensburg (Kreis Stormarn).

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 05.08.2022 | 08:00 Uhr

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