Stand: 27.01.2020 15:28 Uhr

Frau mit Fahrradschloss erschlagen: Lebenslange Haft

Polizeibeamte stehen vor einem Gebäude in Flensburg, in dem zuvor eine eine tote Frau entdeckt wurde. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. © Benjamin Nolte Foto: Benjamin Nolte
Im April wurde eine vierfache Mutter in einem Mehrfamilienhaus im Flensburger Stadtteil Jürgensby getötet.

Weil ein Mann seine Ehefrau getötet hatte, hat ihn das Flensburger Landgericht zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes verurteilt. Die Erste Große Strafkammer sah es am Montag als erwiesen an, dass der Mann am 11. April 2019 in Flensburg trotz eines umfassenden Kontaktverbots zu seiner Frau gegangen und sie in deren Hausflur mit einem schweren Fahrradbügelschloss erschlagen hat. 

Staatsanwältin sieht Wut über Zurückweisung als Motiv

Die Frau starb am Tatort, wo sie mit den vier gemeinsamen Töchtern wohnte. Die Mädchen waren damals 6, 10, 13 und 16 Jahre alt. Wie die Staatsanwältin sagte, habe der Mann aus Wut über die Zurückweisung gehandelt. Zudem habe er den Macht- und Besitzanspruch über seine Familie markieren wollen.

Einige Tage vor der Tat war ein Kontaktverbot gegen den Angeklagten verhängt worden. Der Mann soll seine Frau zuvor bedroht haben und gewalttätig geworden sein. Die Familie lebte seit 2016 in Flensburg.

Verteidigung plädierte auf Totschlag

Die Staatsanwaltschaft hatte ebenso wie die Nebenklage eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung plädierte auf eine Verurteilung wegen Totschlags.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.01.2020 | 16:00 Uhr

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