Ein Weizenfeld brennt bei Wandelwitz (Kreis Ostholstein). © Arne Jappe Foto: Arne Jappe

Flächenbrände beschäftigen die Feuerwehren in Schleswig-Holstein

Stand: 04.08.2022 19:10 Uhr

Alle Hände voll zu tun für die Feuerwehren in Schleswig-Holstein: Nach den warmen Sonnentagen sind die Böden in Schleswig-Holstein sehr trocken. Die Waldbrandgefahr steigt, erste Flächenbrände sind bereits ausgebrochen.

Luftaufnahme eines verbrannten Getreidefelds in Gremersdorf (Kreis Ostholstein) © News5
Eine Drohnenaufnahme zeigt die Ausmaße des Feuers auf den Feldern in Gremersdorf.

Zwischen Heiligenhafen und Weißenhäuser Strand stand am Donnerstag nach Angaben der Rettungsleitstelle ein sechs Hektar großes Weizenfeld in Flammen. Die Flammen schlugen meterhoch und bedrohten die Ortschaft Wandelwitz und Techelwitz. Nach Angaben des Einsatzleiters war die Lage beim Eintreffen der Einsatzkräfte "recht dramatisch" und eine Sondereinsatztruppe "Vegetationsbrand" wurde hinzugerufen. Auch Landwirte aus der Umgebung halfen bei der Eindämmung des Feuers. Insgesamt 60 Feuerwehrleute konnten die Flammen rechtzeitig löschen und konnten so verhindern, dass das Feuer die beiden Ortschaften erreichte. Die Brandursache ist noch unklar. Verletzt wurde niemand.

Weitere Brände in Lauenburg und Ostholstein

Weitere Flächenbrände gab es in Gudow (Kreis Herzogtum Lauenburg), bei Bad Schwartau sowie zwischen Ahrensbök und Gnissau (alle Kreis Ostholstein). In Gudow hatte eine Strohpresse ein Feld entzündet. Die alarmierten Wehren brachten das Feuer aber schnell unter Kontrolle. Insgesamt waren bei den Feuern ein Dutzend Wehren im Einsatz.

Auch mehrere Felder in Siek (Kreis Stormarn) bei Ahrensburg standen bis späten Nachmittag in Brand. Sieben Feuerwehren waren dort im Einsatz. Am Donnerstagabend dann Entwarnung: aufgrund der Arbeit der Feuerwehren und den vielerorts einsetzenden Regenfällen waren alle Feuer im Land gelöscht.

Wald-und Grasbrandgefahr durch trockenes Wetter hoch bis sehr hoch

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) veröffentlicht täglich einen Index, der angibt, wie hoch die regionale Waldbrandgefahr ist. Für die Nord-Bundesländer Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Bremen wird er basierend auf den Wetterdaten von 105 Messstationen ermittelt. Momentan melden 15 Stationen die höchste Gefahrenstufe, weitere 39 gelten als hoch. Zehn davon liegen in Schleswig-Holstein.

Eindringliche Bitte der Feuerwehren

Nach all diesen Einsätzen bitten die Feuerwehren eindringlich: Keine Zigarettenstummel wegwerfen, nicht in der Natur grillen und heißgelaufene Autos nicht auf trockenen Grasflächen parken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 04.08.2022 | 19:00 Uhr

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