Ein Regenbogen, über der FSG © NDR Foto: Lukas Knauer

FSG hat nach halbem Jahr Leerlauf wieder einen Auftrag

Stand: 27.11.2020 16:42 Uhr

Nach mehr als einem halben Jahr Leerlauf ohne Produktion hat die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) nach eigenen Angaben wieder einen Auftrag.

Eine Gesellschaft aus dem Umfeld der Tennor-Holding von FSG-Investor Lars Windhorst hat demnach eine Frachtfähre im Wert von 70 Millionen Euro bestellt. Die sogenannte RoRo-Fähre ist 210 Meter lang, sie soll im April 2022 fertiggestellt werden. Es besteht die Option auf ein zweites Schiff. Bereits in den kommenden Tagen sollen die ersten zusätzlichen Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt werden. "Dieser Auftrag ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft der Flensburger Werft", sagte FSG-Geschäftsführer Philipp Maracke. Der Bau solle noch im Dezember beginnen.

Das Hallendach einer Werkshalle der FSG in Flensburg. © NDR Foto: Nadina von Studnitz

AUDIO: Flensburger Werft hat wieder einen Auftrag (1 Min)

FSG erneut von Windhorst übernommen

Im September war die FSG nach der Insolvenz erneut von Investor Windhorst übernommen worden - mit einer halbierten Belegschaft von 360 Beschäftigten. Nur 40 davon arbeiteten in den vergangenen Monaten regulär. Das letzte Schiff, von dem die Gesellschaft gehofft hatte, es zu Ende bauen zu dürfen, ging als stornierter Auftrag halbfertig nach Norwegen. Windhorst hatte beim FSG-Neustart im September die Bestellung von zwei Fähren versprochen.

Weitere Informationen
Lagerist Heiko Kroll ist mit einem Lagerfahrzeug in einer Lagerhalle unterwegs. © NDR

Die Krise der FSG - aus Sicht eines Mitarbeiters

Für Logistiker Heiko Kroll ist die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft "eine Familie". Seit der Insolvenz sitzt er nur noch selten auf seinem Stapler. Kurzarbeit. Es ist still geworden auf der Werft. mehr

Zwei Schlepper kreuzen vor der der Werft der Flensburger Schiffbau Gesellschaft und warten darauf die neue Fähre © NDR Foto: Jörg Jacobsen

Mühsamer Neustart für die Flensburger Werft

Die neue Flensburger Schiffbau-Gesellschaft startet nach der Insolvenz bei Null: Ohne Schulden, aber auch ohne Aufträge und mit der Hälfte der ehemaligen Belegschaft. mehr

Werftarbeiter stehen vor dem Stapellauf der Fähre "Gardenia Seaways" auf der Werft der Flensburger Schiffbaugesellschaft. © dpa-Bildfunk Foto: Carsten Rehder/dpa

Eine Chronik: Vom Aufstieg und Niedergang der FSG

Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft existiert seit 148 Jahren. Immer wieder gibt es Höhen und Tiefen in der wechselvollen Geschichte. NDR.de bietet einen Überblick. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.11.2020 | 16:00 Uhr

Nachrichten aus Schleswig-Holstein

Gewöhnlicher Schweinswal schwimmt in einem Aquarium. © xblickwinkel/McPHOTO/W.xRolfesx

Immer weniger Schweinswale in Nord- und Ostsee

Zu dem Ergebnis kommt die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover. Der Bestand ist stark geschrumpft. mehr

Gegenlichtaufnahme von grünen Viren, die um eine Gruppe von tanzenden Menschen schweben. © Menschen Corona Fotolia_psdesign photocase_joexx Foto: Menspsdesign joexx

Flensburg und Pinneberg liegen über 200er-Inzidenz

Möglicherweise treten dort schon heute verschärfte Corona-Maßnahmen in Kraft. So wären beispielsweise Einkäufe nur noch allein möglich. mehr

Ärzte stehen auf einem Krankenhausflur, Ansicht der Beine. © Colourbox Foto: Phovoir

Corona-Ausbruch in Sana-Kliniken in Lübeck

Den Angaben einer Sprecherin zufolge wurden bis gestern 79 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. mehr

Frau, Mitte 50, arbeitet von Zuhause aus, mit Laptop und kommuniziert per Headset mit Kollegen, Homeoffice, auf dem Sofa, © picture alliance / Jochen Tack | Jochen Tack Foto: Jochen Tack

Zur Sache: Homeoffice in Zeiten von Corona

In der Sendung "Zur Sache" am Sonntag geht es um das Thema "Homeoffice" und um die neue Verordnung der Bundesregierung dazu. mehr

Videos