Sendedatum: 27.10.2018 14:00 Uhr

Ermittlungen gegen Neonazi-Gruppe "Nordic Division"

Die Polizei in Schleswig-Holstein und das Bundesamt für Verfassungsschutz ermitteln offenbar gegen die rechtsextreme Gruppe "Nordic Division", wie "Spiegel Online" am Sonnabend berichtet. Eine Gruppe von acht Neonazis aus Deutschland und der Schweiz soll nach Informationen des "Spiegel" über den Messenger "Telegram" Gewaltfantasien gegen Flüchtlinge ausgetauscht haben und mit dem Nationalsozialismus sympathisieren. Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen zwei Männer und eine Frau aus Schleswig-Holstein.

Bilder im Netz machen Verfassungsschutz aufmerksam

Weil ein Mitglied auf einem Foto mit einer Maschinenpistole posiere, wurde der Verfassungsschutz auf die Gruppe aufmerksam. Weitere Bilder aus NS-Publikationen seien im Internet von den Mitgliedern verbreitet worden. Die Kieler Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die drei Mitglieder aus Schleswig-Holstein wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

Bisher keine Festnahmen

Bereits Ende September sollen Ermittler Wohnungen durchsucht und Waffen sichergestellt haben. Ob es sich um funktionstüchtige Schusswaffen oder Kriegswaffen handle, untersucht jetzt das Landeskriminalamt. Festnahmen gab es nach "Spiegel"-Informationen bisher noch nicht.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 27.10.2018 | 14:00 Uhr

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