Ein Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Lübeck

Energie sparen: Lichter gehen in der Adventszeit früher aus

Stand: 22.09.2022 10:24 Uhr

Überall muss Energie gespart werden. Das gilt auch für die Weihnachtsmärkte. In den fünf größten Städten des Landes wird die Beleuchtung früher ausgeschaltet werden als sonst.

Die Adventszeit ist für viele Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner vermutlich noch weit weg, dabei sind es nur noch gut drei Monate bis Weihnachten und die Vorbereitung laufen für die Städte und Kommunen bereits auf Hochtouren. Die fünf großen Städte im Land - Lübeck, Kiel, Flensburg, Neumünster und Norderstedt - werden einer dpa-Umfrage zufolge alle Weihnachtsmärkte anbieten, aber einiges wird sich ändern.

Umstellung auf LED-Lampen

Auf vielen Weihnachtsmärkten und in den Innenstädten wird die Beleuchtung früher abgeschaltet als in den Jahren zuvor. Lichterketten und Sterne in Kiel zum Beispiel leuchten dann ab 22 Uhr nicht mehr. Energiesparende LED-Lampen sind in allen fünf Städten ein großes Thema. In Lübeck wurden die Leuchtmittel bereits ausgetauscht, sagte eine Stadtsprecherin. Die Lichter werden während der Öffnungszeit reduziert und sollen um Mitternacht abgeschaltet werden.

Lübeck: Keine Beheizung von Außenflächen

Außerdem setzen in Lübeck die Betreiber auf weitere Maßnahmen. "Hierzu zählt unter anderem der Verzicht auf die Beheizung von Außengastronomie im Bereich der Weihnachtsmarktflächen", sagte die Sprecherin. An Glühweinständen ersetzen zudem Durchlauferhitzer die Heizkessel. Eine Absage ist nicht angedacht, denn eine solche Maßnahme würde "einen umfangreichen wirtschaftlichen Einschnitt nicht nur für die Betreiber:innen, sondern für die gesamte Tourismusbranche nach sich ziehen".

Weniger Händler-Anmeldungen in Kiel

Auch in Kiel sollen weder Weihnachtsmarkt noch Weihnachtsbeleuchtung ausfallen. "Ein wärmendes Signal in der dunklen Jahreszeit zu senden erscheint uns wichtig", sagte eine Sprecherin der Landeshauptstadt. Allerdings haben sich weniger Händler und Händlerinnen angemeldet, entsprechend kleiner werden die Weihnachtsmärkte den Angaben zufolge ausfallen. "Die gestiegenen Energiepreise und die höheren Lohnkosten werden auch dazu führen, dass es auf den Weihnachtsmärkten teurer wird als im vergangenen Jahr", so die Sprecherin.

Eisbahnen abgesagt

Auch Norderstedt, Flensburg und Neumünster machen sich Gedanken, wie Energie in der Vorweihnachtszeit eingespart werden kann. Auch hier soll die Beleuchtung in Dauer und Umfang reduziert werden. Norderstedt will die städtische Weihnachtsbeleuchtung um 23 Uhr abschalten, Neumünster plant die Straßenbeleuchtung 15 Minuten später ein und 15 Minuten früher abzuschalten und in Flensburg arbeitet aktuell eine Arbeitsgruppe am Thema Energie sparen und Weihnachtsmarkt. Die traditionellen Eisbahnen in Flensburg, Lübeck und Kiel finden in diesem Jahr nicht statt. In der Landeshauptstadt wird es aber eine Rollschuh-Bahn geben.

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Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.09.2022 | 09:00 Uhr

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