Stand: 15.05.2019 18:52 Uhr

Deutsches U-Boot auf Grund gelaufen

Das deutsche U-Boot U36 ist am Dienstag bei einem Ablegemanöver im norwegischen Hafen Haakonsvern auf Grund gelaufen. Nach Angaben des Pressesprechers der Bundesmarine, Kapitän zur See Johannes Dumrese, haben die achteren X-Ruder leicht den Boden touchiert. Das U-Boot könne aus eigener Kraft fahren und sei manövrierfähig. Verletzt wurde niemand. Aktuell würden Videoaufnahmen eines Tauchers ausgewertet, um den Schaden genau zu bewerten. Laut Dumrese kann die Analyse noch bis Freitag andauern. Solange bleibt das Boot im Hafen. Zuvor hatte Spiegel Online über den Unfall berichtet.

Seit Januar in Norwegen

U36 ist ein Boot der Klasse 212 A und eines der modernsten U-Boote der Deutschen Marine. Es war am 23. Januar 2019 unter der Führung von Kommandant Michael Rudat aus seinem Heimathafen Eckernförde zu einem mehrmonatigen Aufenthalt in Norwegen ausgelaufen. Dort nahm es an Manövern teil und sollte die Zusammenarbeit mit der norwegischen Marine vertiefen, mit der Deutschland zusammen sechs weitere U-Boote bestellen will.

Fortsetzung einer Pannenserie

Der Unfall ist die Fortsetzung einer Pannenserie deutscher U-Boote. Ab Oktober 2017 war für rund sechs Monate keines der sechs deutschen Unterseeboote einsatzbereit. Aufgrund von Engpässen in der Ersatzteilbeschaffung mussten sie in Werften oder Marinestützpunkten auf ihre Instandsetzung warten. Damals war unter anderem U35 vor dem norwegischen Kristiansand auf einen Felsen gefahren. Zuletzt waren drei U-Boote der deutschen Marine einsatzbereit.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 15.05.2019 | 19:00 Uhr

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