Stand: 07.12.2017 16:12 Uhr

Deutsch-norwegische Marine-Kooperation besiegelt

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Gemeinsam unterzeichnen Vizeadmiral Andreas Krause (l.) und Rear Admiral Nils Andreas Stensønes die Vereinbarung.

Die Weichen für eine Kooperation zwischen der deutschen und der norwegischen Marine sind gestellt: Am Donnerstag haben der Inspekteur der deutschen Marine, Vizeadmiral Andreas Krause, und sein Amtskollege aus Norwegen, Rear Admiral Nils Andreas Stensønes, in Eckernförde eine Vereinbarung für eine maritime Zusammenarbeit unterzeichnet. Die strategische Partnerschaft soll die Einsatzbereitschaft der Marine auf beiden Seiten langfristig stärken.

Ein europäisches Zeichen setzen

Für Vizeadmiral Krause ist der Vertrag ein wichtiges europäisches Signal. Er freue sich besonders über "die Gemeinsamkeit, die wir mit Norwegen fortentwickeln können". Zum Beispiel, was die Ausbildung angeht. So können Norweger schon bald auf deutschen U-Booten Dienst schieben - und umgekehrt. Auch gemeinsame Übungen sind geplant. Damit setzen die Kooperationspartner ein wichtiges europäisches Zeichen, wie Krause findet. Gemeinsam soll außerdem eine neue Generation von Flugkörpern entwickelt werden, die über große Entfernungen hinweg gegen See- und Landziele einsetzbar sind.

Von der Leyen: "Norwegen absoluter Wunschpartner"

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatte bei einem Besuch des Marinestützpunkts Eckernförde im vergangenen August die Skandinavier den "absoluten Wunschpartner" genannt. Ihre norwegische Amtskollegin Ine Marie Eriksen Søreide Eriksen Søreide sprach damals von einer "Win-win-Situation" und Deutschland als wichtigstem Partner im Marinebereich.

Neue U-Boote der aktuellen 212er Klasse geplant

Norwegen will außerdem vier U-Boote auf der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) bauen lassen, die deutsche Marine zwei weitere identische U-Boote. Bei den Booten handelt es sich um eine Weiterentwicklung der aktuellen 212er Klasse. Sie werden nicht nur leistungsfähiger sein, sondern durch ihre eckige Bauweise auch Tarneigenschaften haben. Die ersten beiden U-Boote gehen nach Norwegen. Deutschland erhält sein erstes Boot im Jahr 2027.

Derzeit sind alle sechs deutschen U-Boote nicht einsatzbereit. Wie das Schleswig-Holstein Magazin berichtet hatte, müssen die Schiffe repariert werden - allerdings fehlen Ersatzteile. Dadurch kommt es zu Verzögerungen. Es wird noch mindestens bis in die zweite Jahreshälfte 2018 dauern, bis wieder ein U-Boot der deutschen Marine fahren kann.

Weitere Informationen

Ersatzteile fehlen: Kein U-Boot einsatzbereit

Die sechs U-Boote der Deutschen Marine müssen repariert werden. Doch es fehlen Ersatzteile. "Eine Katastrophe", sagt der Wehrbeauftragte Bartels. Die Truppe sei kaputtgespart worden. mehr

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 07.12.2017 | 19:30 Uhr

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