Menschen demonstrieren in Kiel vor dem CDU-Parteigebäude. © NDR Foto: Christian Wolf

Demo in Kiel für Aufnahme von afghanischen Flüchtlingen

Stand: 22.08.2021 14:57 Uhr

Die Flüchtlingsorganisation Seebrücke fordert schnelle Hilfe für afghanische Flüchtlinge. Die Pläne des Landes seien nicht ausreichend.

Mehr Solidarität für Afghanistan und schnelle unbürokratische Aufnahme für Flüchtlinge aus dem Land - das fordert ein breites Bündnis aus Hilfsorganisationen in Kiel - mit dabei die Flüchtlingsorganisation Seebrücke. Aus Sicht der Seebrücke müssen Abschiebungen nach Afghanistan dauerhaft gestoppt und allen in Deutschland lebenden Afghanen ein sicheres und dauerhaftes Bleiberecht gewährt werden.

Vor CDU-Parteizentrale gestartet

Deshalb hatten die Organisatoren zu einem Protestmarsch aufgerufen, der vor der CDU-Parteizentrale startete, um auch an die Landesregierung Schleswig-Holsteins Forderungen zu adressieren. An der Aktion mit Abschlusskundgebung beteiligten sich nach Polizeiangaben etwa 300 Menschen. Die Flüchtlingsorganisation Seebrücke sprach von etwa 600 Teilnehmern.

Kritik am Programm des Landes

Das Land Schleswig-Holstein hatte vor wenigen Tagen ein eigenes Programm zur Aufnahme von Menschen aus Afghanistan aufgelegt. Es richtet sich vornehmlich an Frauen, Kinder und Schwestern von Afghanen, die in Schleswig-Holstein leben. Nach Angaben des Innenministeriums vom Dienstag könnte es dabei um etwa 300 aufzunehmende Frauen und Kinder gehen. Aus Sicht der Seebrücke reicht das allerdings nicht aus.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 22.08.2021 | 14:00 Uhr

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