Stand: 21.10.2018 11:52 Uhr

Bundespolizei rüstet Schiffe auf

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Der Rohbau des neuen Bundespolizeiboots "Bamberg" im Nord-Ostsee-Kanal. Am Bug ist die runde Einbettung für ein Geschütz zu sehen.

Die Bundespolizei rüstet ihre neuen Einsatzschiffe auf: Nach Recherchen von NDR 1 Welle Nord bekommen die im Bau befindlichen drei Patrouillenboote wieder ein Geschütz am Bug. Knapp 20 Jahre waren Schiffskanonen aus dem Arsenal der Grenzschützer verschwunden. Ende des Jahres soll das erste der drei neuen Patrouillenboote bei der Bundespolizei in Neustadt (Kreis Ostholstein) in Dienst gestellt werden. Sie sind erheblich größer als ihre Vorgänger.

Kaliberfrage noch nicht geklärt

Auf Anfrage bestätigte das Bundespolizeipräsidium in Potsdam, dass die Schiffe mit einer "leichten Distanzwaffe" ausgerüstet werden. Um welches Kaliber es sich bei der Schiffskanone handelt, sei noch nicht klar. Der Markt bietet allerdings eine große Auswahl: Möglich wären leichte Geschütze, wie sie auch auf den Minensuchern der Marine installiert sind. Denkbar wären aber auch schwerere Kanonen bis zum Kaliber 57 Millimeter. Diese werden bei der US-Küstenwache eingesetzt.

Grund für die Aufrüstung sind nach Angaben der Bundespolizei künftige Einsatzszenarien. Die neuen Boote sollen an internationalen Missionen teilnehmen und auch Spezialeinsätze unterstützen können.

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.10.2018 | 08:00 Uhr

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