Stand: 20.05.2019 18:33 Uhr

Auto von AfD-Fraktionsvize geht in Flammen auf

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Die Polizei schließt eine politisch motivierte Tat nicht aus.

Auf das Auto des AfD-Fraktionsvize im Kieler Landtag, Claus Schaffer, ist offenbar ein Brandanschlag verübt worden. Nach Angaben der Polizei ging der Wagen in der Nacht zu Montag vor Schaffers Wohnhaus in Lübeck in Flammen auf und brannte aus. Die Beamten schließen eine politisch motivierte Tat nicht aus - diesem Verdacht geht jetzt der Staatsschutz nach. Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei ermitteln wegen des Verdachts der Brandstiftung.

Politiker sind einig: Gewalt kann kein Mittel sein

Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) zeigte sich entsetzt. "Sollte sich das bewahrheiten, ist das ein ganz schlimmes Zeichen", sagte er. Eine solche Straftat sei aufs Schärfste zu verurteilen, Gewalt dürfe niemals Ausdruck politischer Auseinandersetzung sein. "Eine politisch motivierte Straftat wäre ein Angriff auf unser demokratisches System", sagte Schlie. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Koch unterstrich: "Was man auch immer von der AfD halten mag, eine solche Tat ist in jedem Fall inakzeptabel und undemokratisch." Auch Ralf Stegner, Chef der Landes-SPD, betonte, dass seine Partei jede Form der Gewalt ablehne, "egal, von wem diese ausgeht, gegen wen sie sich richtet oder wodurch diese begründet ist."

Nobis: "Brandanschlag auf die Demokratie"

AfD-Fraktionschef Jörg Nobis sprach von einem "Brandanschlag auf die Demokratie". Er sei auch "die Konsequenz eines von Politikern von CDU, Grünen, FDP, SPD und SSW vergifteten politischen Klimas im Land".

Schaffers Wagen hatte auf einem Anwohnerparkplatz in Lübeck-St. Jürgen angefangen zu brennen. Die Feuerwehr habe ein Übergreifen der Flammen auf nebenstehende Fahrzeuge verhindern können, sagte die Staatsanwaltschaft. Das Auto sei aber mit einem geschätzten Schaden von 20.000 Euro ein Totalschaden.

Hamburg: Weißes Pulver sorgt für Großeinsatz

Auch in Hamburg herrschte am Montag Aufregung rund um die AfD: Dort hatte ein Brief mit weißem Pulver für einen Großeinsatz im AfD-Büro gesorgt. Die Polizei sei am frühen Nachmittag über den Vorfall informiert worden, sagte eine Sprecherin. Daraufhin habe es einen Großeinsatz der Feuerwehr gegeben. Nach einem Schnelltest im Büro der Partei in der Innenstadt habe sich jedoch gezeigt, dass es sich bei dem Pulver um ein "ungefährliches Streckmittel" gehandelt habe. Der Einsatz sei daraufhin abgebrochen worden, erklärte die Polizeisprecherin.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 20.05.2019 | 19:00 Uhr

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