Stand: 14.12.2017 14:22 Uhr

Salzgitter: Mutmaßliche Islamisten festgenommen

Die Polizei hat in Salzgitter zwei mutmaßliche IS-Sympathisanten festgenommen. Die zwei Männer sind inzwischen in Untersuchungshaft, die Ermittlungen führt die Generalstaatsanwaltschaft in Celle. Nach Angaben der Behörde sollen die beiden Palästinenser Mahmoud Abu S. und Ahmad Abu S. im Internet Propaganda über die Terrormiliz IS verbreitet haben - dabei ging es auch um Gewalttaten. Der Vorwurf lautet auf Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Die Männer wurden bereits am Dienstag festgenommen, wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte.

Ein Schild worauf steht: Oberlandgericht.

Mutmaßliche IS-Unterstützer festgenommen

Hallo Niedersachsen -

Zwei mutmaßliche Sympathisanten des "Islamischen Staats" sind in Salzgitter festgenommen worden. Sie sollen für die Terrormiliz dschihadistische Propaganda verbreitet haben.

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Männer sollen mit Straftaten gedroht haben

Die Polizei wertet nun Datenträger und Mobiltelefone aus, die sie bei Hausdurchsuchungen am Dienstag sicher gestellt hat. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft sollen die beiden 21 Jahre alten Palästinenser mindestens seit November dieses Jahres im Internet mit Straftaten gedroht und jihadistische Inhalte veröffentlicht haben. Diese seien auf IS-nahen Kanälen verbreitet worden, um "ein Klima der Unsicherheit und Angst zu erzeugen", so die Staatsanwaltschaft. "Erkenntnisse, dass die beiden Männer selbst Gewalt anwenden oder Anschläge vorbereiten wollten, liegen derzeit nicht vor," sagte der Braunschweiger Polizeipräsident Michael Pientka dem NDR.

Pistorius: "Dulden keinen Extremismus"

Nach den Festnahmen lobten Innenminister Boris Pistorius (SPD) und Justizministerin Barbara Havliza (CDU) die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden. Die Zentralstelle Terrorismusbekämpfung leiste einen wesentlichen Beitrag, um konsequent gegen jede Form von Terrorismus vorzugehen, so Havliza. Pistorius sagte, dass besonders die Radikalisierung über soziale Medien und das Internet beobachtet werde. "Wir dulden keinen Extremismus und tun alles dafür die Bürger unseres Landes effektiv zu schützen", sagte er. Pistorius forderte, dass Behörden in Deutschland und Europa verstärkt und gemeinsam auf Daten von möglichen Extremisten Zugriff haben sollten. Wie gefährlich die beiden Festgenommenen seien und ob möglicherweise ein Terrorakt im Keim erstickt worden sei, würden die weiteren Ermittlungen zeigen.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Braunschweig | 14.12.2017 | 14:30 Uhr

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