Stand: 10.08.2020 08:08 Uhr

Verbände im Land rufen zum Wassersparen auf

Anzeigen am Wasserhochbehälter in Launenau zeigen Parameter wie Spannung und Wasserstand an. © NDR
In Lauenau waren die Wasserreserven am Wochenende zeitweise auf Null gefallen.

Der Trinkwasser-Engpass in Lauenau (Landkreis Schaumburg) ist zumindest vorerst überwunden. Knapp sind die Wasserreserven aber nicht nur Lauenau, sondern auch in weiteren Teilen Niedersachsens - wenn auch bislang nicht in diesem Ausmaß. Dennoch: Landesweit rufen Wasserverbände dazu auf, sparsam mit Wasser umzugehen. Wegen des heißen und trockenen Wetters sind die Wasserwerke im ganzen Land voll ausgelastet, wie NDR 1 Niedersachsen berichtet.

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Schwankender Wasserdruck im Nordwesten

Um mehr Sparsamkeit im Umgang mit Trinkwasser bittet auch der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV). Der Druck in den Rohren könne wegen der deutlich gestiegenen Nachfrage schwanken, heißt es. Auch die Wasserwerke des Wasserverbandes Garbsen-Neustadt (WVGN) in der Region Hannover sind voll ausgelastet.

Verantwortliche verweisen auf Corona-Effekt

Neben dem Wetter machen die WVGN-Verantwortlichen dafür einen Corona-Effekt verantwortlich. Anders als sonst verzichten demnach viele Menschen auf den Sommerurlaub, bleiben zu Hause und verbrauchen dort viel Wasser. Dieses Phänomen hat nach offiziellen Angaben auch am Wochenende zu dem zeitweisen Zusammenbruch des Wassernetzes in Lauenau geführt. Wasser floss dort erst wieder, nachdem die betroffenen Menschen ihren Verbrauch deutlich reduzierten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 10.08.2020 | 06:30 Uhr

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