Getötete Frau in Bramsche: Weitere Anzeigen gegen 20-Jährigen

Stand: 21.03.2023 20:34 Uhr

Im Fall der getöteten 19-Jährigen in Bramsche haben zwei weitere Frauen den Tatverdächtigen angezeigt. Sie werfen dem 20-Jährigen aus Wallenhorst sexuelle Übergriffe vor.

Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Osnabrück dem NDR in Niedersachsen am Dienstag. Zuerst hatte die "Neue Osnabrücker Zeitung" darüber berichtet. Demnach haben die Frauen gegen den Mann wegen einer versuchten und einer vollendeten Vergewaltigung Anzeige erstattet. Nach Informationen der Zeitung lässt die Staatsanwaltschaft aktuell von Sachverständigen ein Gutachten erstellen. Ziel sei, zu überprüfen, wie plausibel die Vorwürfe der Frauen gegen den 20-Jährigen sind, heißt es. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft wollte das nicht bestätigen. Er verwies aber darauf, dass solche psychologischen Gutachten in derartigen Fällen gängige Praxis seien.

VIDEO: 200 Menschen gedenken der getöteten Jugendlichen in Bramsche (12.03.2023) (1 Min)

Ermittlungen wegen Stalkings

Der junge Mann sitzt wegen Mordverdachts in der Justizvollzugsanstalt Hameln in Untersuchungshaft. Er wird beschuldigt, am 5. März am Rande einer Geburtstagsfeier in einer Schützenhalle im Bramscher Ortsteil Pente eine Bekannte getötet zu haben. Auch eine vorherige Vergewaltigung des Opfers steht im Raum. Gegen den Tatverdächtigen liegen keine Vorstrafen vor. Vor zwei Jahren lief gegen ihn allerdings ein Ermittlungsverfahren wegen Stalkings, das unter Auflage einer erzieherischen Maßnahme wieder eingestellt wurde.

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19-Jährige in Bramsche getötet: 20-Jähriger in Untersuchungshaft

Der Mann soll die Frau bei einer Feier in einem Schützenhaus getötet haben. Auch der Vorwurf einer Vergewaltigung steht im Raum. mehr

 

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Hallo Niedersachsen | 21.03.2023 | 19:30 Uhr

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