Ein Schild mit der Aufschrift "Direktorat" hängt vor einem Büro der Schulleitung. © dpa - picture alliance

Tonne: Keine Diskussionen mit Corona-Leugnern vor Schulen

Stand: 14.09.2021 14:00 Uhr

Niedersachsens Schulen bekommen zunehmend Probleme mit sogenannten Corona-Leugnern. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) ermutigt die Schulleitungen, gegebenenfalls die Polizei einzuschalten.

Das Schreiben des Ministers liegt dem NDR in Niedersachsen vor. Darin heißt es unter anderem, dass sich Lehrkräfte nicht auf Diskussionen einlassen sollten, denn diese könnten gefilmt und ins Internet gestellt werden, um Stimmung gegen Corona-Maßnahmen zu machen oder die Betroffenen zu bedrohen. Tonne schreibt weiter, bei Bedarf sei die Polizei zur Durchsetzung des Hausrechts hinzuzuziehen.

Pöbeleien und Bedrohungen nehmen zu

Zuletzt habe es wiederholt Vorfälle gegeben, die in Beleidigungen, Bedrohungen, Verletzungen des Hausrechts und Sachbeschädigungen gipfelten. Das sei nicht hinnehmbar. Kritik etwa an der Maskenpflicht müsse erlaubt sein, so Tonne in dem Schreiben. Es gehöre sich allerdings nicht, "diese Kontroverse in aggressiver, polemischer und beleidigender Art und Weise in Schulen zu tragen".

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Schüler melden sich während eine Lehrerin etwas an die Tafel schreibt. © NDR Foto: Julius Matuschik

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 14.09.2021 | 11:00 Uhr

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