An einem Zustellstützpunkt der Deutschen Post DHL haben sich die Mitarbeitenden zum Warnstreik eingefunden, im Hintergrund stehen die Zustellfahrzeuge. © Bernd Wüstneck/dpa Foto: Bernd Wüstneck

Tarifkonflikt: Post-Beschäftigte machen mit Warnstreiks Druck

Stand: 07.02.2023 19:48 Uhr

In Niedersachsen haben Beschäftigte der Post am Montag und Dienstag erneut die Arbeit niedergelegt. Mit den Warnstreiks will die Gewerkschaft ver.di Druck in den Tarifverhandlungen machen.

Etwa 1.500 Mitarbeitende sind nach ver.di-Angaben in Niedersachsen und Bremen dem Streikaufruf gefolgt. Betroffen gewesen sei die Auslieferung von Briefen und Paketen. Bereits im Januar war es zu Warnstreiks und damit zu teils größeren Verzögerungen in der Brief- und Paketzustellung gekommen.

VIDEO: Nordweite Warnstreiks bei der Deutschen Post (21.01.2023) (1 Min)

Deutsche Post will ver.di Angebot vorlegen

Am Mittwoch und Donnerstag sollen die Gespräche zwischen Deutscher Post AG und ver.di weitergehen. Die Gewerkschaft verlangt 15 Prozent mehr Geld für die bundesweit etwa 160.000 Beschäftigten im Bereich Post und Paket. Die hohe Inflation mache es nötig, die Beschäftigten gegen Reallohneinbußen zu schützen, so die Gewerkschaft. Ausbildungsvergütungen sollen um 200 Euro steigen. Das Unternehmen lehnt die Forderungen als unrealistisch ab. Beim kommenden Treffen solle ein Angebot vorgelegt werden, die anhaltenden Warnstreiks seien damit überzogen.

Weitere Informationen
Eine Beschäftigte der Deutschen Post steht mit einer Fahne der Gewerkschaft Verdi vor der Deutsche-Post-DHL-Niederlassung im Stadtteil Anderten. © picture alliance/dpa | Moritz Frankenberg Foto: Moritz Frankenberg

Warnstreik bei der Post - jedes fünfte Paket bleibt liegen

Nach einem Aufruf von ver.di haben Mitarbeitende am Samstag erneut Verteilzentren in Niedersachsen und Bremen bestreikt. (28.01.2023) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 08.02.2023 | 06:30 Uhr

Schlagwörter zu diesem Artikel

Konjunktur

Tarifpolitik

Gewerkschaften

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen

Polizisten führen im Jahr 2019 einen Afghanen in ein Flugzeug, um ihn in sein Herkunftsland abzuschieben. © Michael Kappeler/dpa Foto: Michael Kappeler/dpa

Innenminister beraten über Abschiebungen nach Afghanistan

Vor der Innenministerkonferenz äußerten sich die norddeutschen Länder unterschiedlich: Hamburg ist dafür, Niedersachsen zögert. mehr