Stand: 09.01.2019 11:11 Uhr

Sturm "Benjamin" richtet nur kleine Schäden an

Sturm "Benjamin" hat im Harz und an der Küste keine größeren Schäden angerichtet. Auch die erste Sturmflut des Jahres fiel niedriger aus als erwartet. Nach Polizeiangaben knickten durch den Sturm lediglich einige Bäume um. Die A31 ist zwischen Dörpen und Lathen (Landkreis Emsland) noch immer gesperrt, weil der Wind Warnbaken auf die Fahrbahn geweht hatte. Im Harz seien in der Nacht 25 Zentimeter Neuschnee gefallen, sagte ein Polizei-Sprecher in Clausthal-Zellerfeld. Die Straßen im Oberharz seien entsprechend weiß und glatt. Bislang habe es ein halbes Dutzend Unfälle gegeben. Menschen wurden nicht verletzt; es blieb bei Blech-Schäden. Der Winterdienst ist derzeit im Dauereinsatz. Lkw-Fahrer sollten den Oberharz meiden. Die Anlagen der Wurmberg-Seilbahn in Braunlage bleiben laut Betreiber wegen starker Sturmböen heute geschlossen.

S-Bahn fährt gegen umgestürzten Baum

Zwischen Dollern und Horneburg (Landkreis Stade) ist eine S-Bahn in einen umgestürzten Baum gefahren. Verletzt wurde niemand. Die rund 50 Fahrgäste mussten aber in Ersatzbusse umsteigen. Die Strecke war bis etwa fünf Uhr heute morgen gesperrt.

Auch heute fallen noch Fähren aus

"Benjamin" hatte bereits am Dienstagnachmittag seinen Höhepunkt erreicht. Die höchsten Windgeschwindigkeiten stellte der Deutsche Wetterdienst (DWD) auf Spiekeroog fest - mit Tempo 119 sauste das Sturmtief über die Insel. An der niedersächsischen Küste waren die Wasserstände knapp unterhalb der Werte einer schweren Sturmflut. An der Küste und auf den Inseln wurden Hafenflächen überspült. Einige Inselfähren hatten ihren Betrieb eingestellt. Auch heute fällt noch die Fähre zwischen Vegesack und Lemwerder bei Bremen aus. Ebenfalls gestrichen ist die Linie zwischen Cuxhaven und Helgoland.

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Schäden auf den Inseln noch unklar

Welche Schäden der Sturm in der vergangenen Nacht an den Dünen auf den Ostfriesischen Inseln angerichtet hat, lässt sich nach Angaben des Landesbetriebs für Küstenschutz noch nicht abschätzen, da das Wasser erneut höher aufgelaufen ist. Im Laufe des Tages wollen sich die Mitarbeiter einen ersten Überblick verschaffen.

Suche nach Containern wurde unterbrochen

Die Suche nach weiteren Containern des havarierten Frachters "MSC Zoe" in der Nordsee vor Borkum wurde wegen des Sturms unterbrochen. Inzwischen sind die meisten der 281 Container geortet. Allerdings ist die Lage der beiden vermissten Gefahrgutcontainer noch immer unklar. Sobald der Sturm es zulässt, soll zunächst die Zufahrt zur Ems freigeräumt werden. Mehrere Container liegen am Rande des Fahrwassers. Ab Donnerstag will das Havariekommando außerdem noch zwei Wrack-Suchschiffe und einen Unterwasserroboter einsetzen.

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Sperrwerke werden vorsorglich dicht gemacht

Auf dem Festland hatte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Dienstag mehrere Sperrwerke an den Weser-Zuflüssen Hunte, Lesum und Ochtum bei Bremen sowie an den Nebenflüssen der Elbe geschlossen. Auch das Emssperrwerk bei Gandersum in Ostfriesland wurde dicht gemacht. Routinemäßig wurden auch gefährdete Deichanlagen zum Hochwasserschutz geschlossen.

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