Die 84-jährige Karin Sievers wartet im Hospital zum Heiligen Geist nach ihrer zweiten Corona-Impfung im Ruheraum. In dem Alten- und Pflegeheim in Poppenbüttel waren am 27. Dezember 2020 die ersten Bewohner und Mitarbeiter in Hamburg gegen das Virus geimpft worden. © picture alliance / dpa Foto: Axel Heimken

Probleme bei Impftermin-Vergabe für 80-Jährige erwartet

Stand: 22.01.2021 09:28 Uhr

Zu wenig Impfstoff, schleppender Start, Briefe an Verstorbene - und nun wird wohl auch der Ansturm auf Termine für Personen ab 80 Jahren anfangs nicht beherrschbar sein.

Die Telefonnummer und die Internetseite, über die die Impftermine gebucht werden können, werden dem Ansturm nicht gewachsen sein. Davon geht der Chef des niedersächsischen Corona-Krisenstabs, Heiger Scholz, aus. Voraussichtlich würden nicht alle Anrufer am nächsten Donnerstag durchkommen, die Internetseite werde zum Auftakt nicht für alle erreichbar sein.

Impfstoff reicht erst mal nur für 30.000 Termine

Scholz bezeichnete die Probleme als "unschön, aber normal". Er warb um Verständnis: Eine Hotline einzurichten, die 200.000 Anrufen in der ersten halben Stunde standhalten könne, sei nicht möglich. An den Telefonen sitzen nach seinen Angaben rund 300 Mitarbeiter. Und nicht jeder, der durchkommt, wird direkt einen Termin vereinbaren können: Pro Woche reicht der Impfstoff anfangs nur für rund 30.000 Termine, wie es heißt. Diese dürften innerhalb kürzester Zeit vergeben sein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 22.01.2021 | 08:00 Uhr

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