Stand: 13.02.2018 19:38 Uhr

Landesregierung will Bestattungsgesetz lockern

In Niedersachsen sollen künftig kleine Aschemengen von Toten für die Herstellung von Amuletten entnommen werden dürfen. Das sieht der Entwurf für ein neues Bestattungsgesetz vor, den das Landeskabinett am Dienstag beschlossen hat. Wenn es dem nachweisbaren Wunsch des Verstorbenen entspricht, sollen Angehörige einen Teil der Asche für ein Erinnerungsstück verwenden dürfen, heißt es darin.

Verstreuen von Asche bleibt verboten

Dagegen soll es in Niedersachsen anders als in Bremen weiterhin verboten bleiben, die Totenasche auf Friedhöfen oder im Meer zu verstreuen. Mit dem geänderten Gesetz werde es zudem Muslimen erleichtert, Angehörige in einem Leichentuch zu bestatten. Bislang müsse das im Einzelfall beantragt werden, hieß es aus dem Sozialministerium.

Reaktion auf Mordserie von Niels H.

Mit der Novelle reagiert das Kabinett auch auf die Klinikmordserie durch Krankenpfleger Niels H. in Oldenburg und Delmenhorst. Die Todesursache von Patienten soll unter anderem durch eine erweiterte Leichenschau aufgeklärt werden. So könne man auch Substanzen entdecken, die Toten zuvor verabreicht wurden. Der Gesetzesentwurf wird nun in den Landtag eingebracht. Sozialministerin Cornelia Reimann (SPD) geht davon aus, dass das Parlament noch einige Details ändern wird.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.02.2018 | 15:00 Uhr

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