Stand: 01.09.2020 19:24 Uhr

Kindesmissbrauch: Razzien in Norddeutschland

Ein Polizist steht vor Einsatzfahrzeugen. © Picture Alliance Foto: Julian Stratenschulte
Polizeieinheiten haben am Dienstag die Wohnungen von 50 Tatverdächtigen durchsucht, auch in norddeutschen Ländern. (Themenbild)

Im Zusammenhang mit dem Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach hat die Polizei am Dienstag bundesweit Wohnungen von 50 Tatverdächtigen durchsucht. Laut Staatsanwaltschaft Köln waren Fahnder in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Wie viele Objekte im Norden durchsucht worden sind und ob es Festnahmen gab, dazu äußerten sich die Ermittler am Dienstagabend nicht.

Elitepolizisten im Einsatz

Weitere Durchsuchungen soll es in Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt gegeben haben. "Eine große Zahl von Polizisten" sei an den Aktionen beteiligt gewesen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. An mehreren Orten waren Spezialeinheiten im Einsatz. "Vier Personen wurden nach bisherigen Erkenntnissen leicht verletzt", so die Ermittler. Dabei soll es lediglich um Schocks und leichte Prellungen gehen. Eine "erste Sichtung und Bewertung sichergestellter Beweismittel" war am Nachmittag im Gange. Laut Polizei handelt es sich bei dem Missbrauchskomplex von Bergisch Gladbach um eine Art "Schneeballsystem" - jeder Verdächtige führe zu weiteren mutmaßlichen Tätern.

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