Stand: 11.10.2019 07:31 Uhr

Hunderte Menschen bei Mahnwache in Hannover

Mit Aktionen wie hier in Hannover haben Menschen im ganzen Norden ein Zeichen gegen Judenhass und für Solidarität gesetzt.

Nach den tödlichen Schüssen in Halle (Saale) hat es am Donnerstagabend an vielen Orten Norddeutschlands Solidaritätsaktionen gegeben, darunter auch in mehreren Städten in Niedersachsen. In der Landeshauptstadt Hannover versammelten sich mehrere Hundert Menschen zu einer Mahnwache am Kröpcke und einem anschließenden Trauermarsch zum Holocaust-Denkmal. Zuvor hatten rund 250 Menschen an einem multireligiösen Friedensgebet der evangelischen und katholischen Kirche, der jüdischen Gemeinde, der Muslime und der Bahai-Religion teilgenommen. Der Eingang zur Kirche wurde von mehreren Polizistinnen und Polizisten bewacht.

Demonstration in Braunschweig am Sonnabend

Mit einer Schweigeminute gedachten sie der Opfer des Terroranschlags. "Wir haben gestern Szenen gesehen, die wir niemals mehr in Deutschland erleben wollten", sagte die Vorsitzende der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, Ingrid Wettberg. "Es war ein Anschlag auf unsere Werte in Deutschland." Auch in Wilhelmshaven und Oldenburg wollten Menschen Kerzen anzünden und gemeinsam der Opfer des Anschlags in Halle gedenken. Das Braunschweiger Bündnis gegen Rechts will am Sonnabend eine Demonstration gegen Antisemitismus und rechte Gewalt veranstalten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 11.10.2019 | 06:00 Uhr

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